Leerstand und Stromlade-Säulen

Informationen von Gardelegens Wirtschaftsförderin Julia Schlüsselburg

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20 leer stehende Läden hat Gardelegens Wirtschaftsförderin Julia Schlüsselburg lokalisiert. Die Eigentümer wurden angeschrieben. Die Stadt bietet ihnen Vermittler-Hilfe an.

Gardelegen. Der geplante Umzug des Rewe-Marktes vom alten Standort an der Gardelegener OdF-Straße an die Gifhorner Straße/Bismarker Straße, der am Montag die Gemüter im Bauausschuss bewegte, war am Mittwochabend auch Thema während der Finanzausschuss-Sitzung, die im Lindstedter Dorfgemeinschaftshaus stattfand – aber nur kurz.

Gardelegens Wirtschaftsförderin Julia Schlüsselburg begann mit Informationen darüber ihre Ausführungen zum Stand der Wirtschaftsförderung in der Hansestadt Gardelegen. Und wie sie sagte, habe man auch als Stadt bereits die Fühler ausgestreckt und bemühe sich um einen Nachnutzung der Handelsfläche ohne „zentrumsnahes Sortiment“, damit diese nicht zu lange leer steht.

Von leerstehenden Flächen gibt es einige in der Hansestadt, bei der sich auch die Wirtschaftsförderin um erneute Nutzung bemüht. Das sei beispielsweise im Hansecenter am Buschhorstweg der Fall. Hier sei man laut Schlüsselburg bereits in Kontakt mit der neuen Hausverwaltung getreten. Sie hoffe auf einen Termin Anfang des nächsten Jahres. 20 leerstehende Handelsflächen wurden zudem in der Innenstadt lokalisiert, die sich zumeist in privater Hand befinden. Auch diesen Eigentümern, die alle angeschrieben und um Infos zu den Ladenlokalen gebeten wurden, biete die Stadt sich als Vermittler an, um den Leerstand, der jedem Besucher der Stadt ins Auge fällt, zu verringern.

Nicht auf den ersten Blick sichtbar, aber vorhanden sind noch leerstehende Flächen in den Gewerbe- und Industriegebieten der Stadt. Dazu führte die Wirtschaftsförderin aus, dass es für das Mischgebiet am Kämmereiforst eine Anfrage für 4000 Quadratmeter gebe. Für Nord I und II, wo insgesamt 22 Hektar Fläche zur Verfügung stehen, gebe es zwei „konkrete Anfragen“. Allerdings liege Gardelegen bei einem Investor noch im Wettbewerb mit einem anderen Standort. Mit einer Entscheidung rechnet sie Anfang des kommenden Jahres. Für die Industriegebiete Ost I und II gibt es derzeit keine Anfragen. Insgesamt, so zog Julia Schlüsselburg das Fazit, sei eine Neuansiedlung von Unternehmen schwierig zu bekommen. Öfter gehe es an den Standorten um Erweiterungen der ansässigen Firmen.

Doch die Arbeit der Wirtschaftsförderin bezieht sich nicht nur auf die Ansiedlung von Unternehmen und Wiederbelebung von Handelsflächen. Wie sie beispielsweise weiter erläuterte, organisiere sie gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer verschiedenen Veranstaltungen zu bestimmten Fragen für die hiesigen Unternehmen. So gab es im Herbst einen speziellen Tourismusnachmittag, der gut angenommen wurde. Dabei wurde deutlich, dass nicht nur die Hotels und das Gaststättengewerbe von Besuchern der Stadt profitieren, sondern auch der Einzelhandel. Die nächste Veranstaltung ist für den 15. Dezember geplant. Dabei soll die Migrationsberatung bezüglich der Arbeitsvermittlung für Geflüchtete in Gardelegen und was dabei beachtet werden muss im Mittelpunkt stehen.

Zudem besucht Schlüsselburg, wie sie erläutert, Unternehmen, um ihnen Fördermöglichkeiten zu referieren und hat im Bereich Standortmarketing an der Ausrichtung des ersten City-Beach-Volleyball-Cups mit Unternehmer-Cup mitgearbeitet. Die Resonanz war laut der Stadtmitarbeiterin „recht positiv“, so dass es 2017 eine Fortsetzung geben soll. Zudem werden auch die nun anstehenden Aktionen im Advent wie Nikolaus-Stiefelaktion, Lebendiger Adventskalender, Weihnachtstombola und Weihnachtsmarkt mit der AG Innenstadt und Gewerbeverein von ihr mit betreut.

Ein weiteres wichtiges Thema soll 2017 in Angriff genommen werden, nämlich die Installation von Stromlade-Säulen in der Innenstadt. Das sei vor allem für die Fahrrad-Touristen, die vermehrt mit E-Bikes unterwegs sind, wichtig. „Da sind wir dran“, erklärte Julia Schlüsselburg. Nichts Neues dagegen gab es von der Brauerei, wie sie auf Nachfrage von Thomas Genz erklärte.

Von Elke Weisbach

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