Außenstelle im Großen Hospital soll zum 31. Juli schließen

Landesschulamt in Gardelegen: Räume gekündigt

Die Nebenstelle des Landesschulamtes soll im Sommer geschlossen werden. Die Räume befinden sich im großen Hospital an der Philipp-Müller-Straße in der Gardelegener Altstadt.
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Die Nebenstelle des Landesschulamtes soll im Sommer geschlossen werden. Die Räume befinden sich im großen Hospital an der Philipp-Müller-Straße in der Gardelegener Altstadt.

Gardelegen – Die Nebenstelle des Landesschulamtes in Gardelegen steht vor dem Aus. Die Behörde, die ihre Räume im Großen Hospital an der Philipp-Müller-Straße hat, wird nach jetzigen Plänen zum 31. Juli – also zum Beginn des neuen Schuljahres – schließen.

Die Mitarbeiter vor Ort sind bereits über die Schließungspläne informiert worden.

Dies bedeute aber keinesfalls, betont Stefan Thurmann, Pressesprecher im Landes-Bildungsministerium, dass es die Nebenstelle nicht mehr in Gardelegen geben werde. Man suche nach neuen Räumen – das tut man allerdings schon seit mehreren Jahren. Zuletzt im Herbst 2018, also vor rund anderthalb Jahren, suchte das Bau- und Liegenschaftsmanagement von Sachsen-Anhalt per Inserat einen neuen Standort für die Außenstelle im Gardelegener Stadtgebiet. Doch fündig wurde man nicht. Die derzeitigen Räumlichkeiten – die Gardelegener Wobau ist dort der Vermieter – sind veraltet.

Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher erfuhr von den Schließungsplänen vor wenigen Tagen. Seitdem setzt sie viele Hebel in Bewegung, damit die Entscheidung nicht zu einem kompletten Verlust des Standortes führt. „Ich nutze dazu zahlreiche Kanäle“, erklärt die Bürgermeisterin dazu. So plane die SPD – Mandy Schumacher ist Sozialdemokratin – eine Kleine Anfrage im Landtag. Außerdem habe sie fast alle Landtagsfraktionen über den Vorgang informiert. Laut Thurmann sei das Ministerium „optimistisch“, bis zum 31. Juli neue Räume in Gardelegen gefunden zu haben. Die Nebenstelle besteht derzeit aus sieben Mitarbeitern. Man müsse sich „nicht sorgen“, so der Pressesprecher, dass die Betreuung und die Qualität nachlassen würden. Man stehe in intensivem Kontakt mit der Stadt bezüglich neuer Räume.

Kritik an der geplanten Schließung kam gestern vom Fraktionsvorsitzenden und bildungspolitischen Sprecher der Linken-Landtagsfraktion, Thomas Lippmann, der sich als erster Landespolitiker zu der Schließung äußerte. Die Pläne des Landes-Bildungsministeriums seien eine „einsame Entscheidung im stillen Kämmerlein.“ Der Linken-Politiker kritisiert, dass „die ländlichen Regionen immer derart rücksichtslos und als fünftes Rad am Wagen behandelt werden“.

VON STEFAN SCHMIDT

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