Kreis ordnet Veränderungen an / Wendeschleife kommt

Bushaltestellenbereich bei Neu-Kloster: Längere Grünphase, 70-km/h-Schild

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Im Bereich der Bushaltestelle Neu-Kloster, unweit des Wohngebiets Kellerberge, soll die Ampel-Grünphase für die Fußgänger verlängert werden. Außerdem wird es in Fahrtrichtung Kloster Neuendorf eine Begrenzung auf 70-km/h geben.

Kloster Neuendorf. Es hat bereits mehrere Treffen vor Ort gegeben. Und weitere Beratungen. Bisher ohne konkretes Ergebnis. Dies übernimmt nun der Altmarkkreis Salzwedel als so genannte Anordnungsbehörde.

„Wir werden mit sofortiger Wirkung zwei Maßnahmen anordnen“, erklärt dazu Kreisdezernent Hans Thiele auf Anfrage der Altmark-Zeitung.

Dort, wo im vergangenen September ein Erstklässler bei einem tragischen Verkehrsunfall von einem vorbeifahrenden Wagen erfasst und getötet wurde, als der Junge frühmorgens zusammen mit anderen Grundschülern auf den Schulbus wartete, wird es am Überweg eine längere Grünphase für Fußgänger als bisher geben. Und: In Fahrtrichtung Kloster Neuendorf – aus dieser Richtung kam damals der Wagen – wird es in Höhe der Bushaltestelle eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h geben – wie schon in der Gegenrichtung. Beides werde „unmittelbar umgesetzt“, betont Hans Thiele. Dies könne „jedoch nur ein erster Schritt zur Verbesserung der Sicherheit der Kinder sein“, wie er gegenüber der Altmark-Zeitung mitteilt.

Ein weiterer Schritt: Die Bushaltestelle unmittelbar an der Bundesstraße 188 wird verschwinden, die Schulbusse sollen stattdessen in Richtung Wohngebiet Kellerberge fahren.

Vor der Einfahrt zum Wohngebiet wird nach dem Willen des Kreises eine Buswendeschleife gebaut – dies müsste die Stadt Gardelegen bezahlen. Einwände einiger weniger Stadträte und berufener Bürger der städtischen Gremien, die Schulbusse direkt ins Wohngebiet Kellerberge fahren zu lassen, „sind in unseren Beratungen nie ein Thema gewesen“, betont Hans Thiele. Zu eng sei die Durchfahrtmöglichkeit innerhalb des Wohngebietes. Die Verlegung der Bushaltestelle in Richtung Kellerberge sei „die Vorzugsvariante seitens des Altmarkkreises“, erklärt der Kreisdezernent.

Gehandelt werden müsse nicht nur aus Anlass des tragischen Schülertodes vom vergangenen September. Sondern auch aus einem anderen Grund: 24 Schüler leben derzeit im Wohngebiet Kellerberge und nutzen die Schulbusse. „Und es könnten in den nächsten Jahren noch mehr werden“, beschreibt Hans Thiele. Folglich reiche der Ist-Zustand im Bereich Neu-Kloster zwischen Gardelegen und Kloster Neuendorf aus Sicherheitssicht nicht mehr aus.

Von Stefan Schmidt

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