KZ-Gräberfeld in Mieste soll umgestaltet werden

Konrad Fuchs: „Wir müssen noch warten“

Gräberfeld auf Friedhof
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Auf dem Miester Friedhof gibt es bereits ein Testfeld.
  • Stefan Schmidt
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Das Gräberfeld für die KZ-Opfer auf dem Friedhof in Mieste soll umgestaltet werden. Noch fehlt aber das Okay des Denkmalschutzes.

Mieste – Die Situation, so beschrieb es Birgit Matthies, sei schon ungewöhnlich. Denn für die geplante Umgestaltung der KZ-Gräber auf dem Miester Friedhof lägen im Prinzip alle Genehmigungen vor. Und auch das dafür beantragte Fördergeld sei so gut wie bewilligt. „Was noch fehlt“, erklärte die Mitarbeiterin des städtischen Ordnungsamtes während der jüngsten Zusammenkunft des Gedenkstätten-Fördervereins, sei die Zusage und somit das Okay des Denkmalschutzes. Dort prüfe man noch, welche Grabstellen-Variante die originale sei: Die unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs oder die etwas spätere Variante zu DDR-Zeiten. Und so lange es keine Entscheidung der Denkmalschutzbehörde gebe, so lange könne man mit der Umgestaltung des Bereichs auch nicht beginnen.

Geduld ist gefragt

Konrad Fuchs, der Vorsitzende des Gedenkstätten-Fördervereins und ehemalige Bürgermeister von Gardelegen, hat mit Denkmalschützern so seine eigenen Erfahrungen gemacht. „Da bleibt nichts anderes übrig, als Geduld zu haben“, sagte er bei der Sitzung, die im Rosen-Gesundheitscenter in Gardelegen stattfand. „Wir müssen einfach warten.“ Anwesend bei der Sitzung war auch Miestes Ortsbürgermeister Andy Neubauer. Er setzt sich ebenso für die Umgestaltung ein wie Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher, die sich „persönlich“ der Sache angenommen habe, wie Birgit Matthies betonte.

Erdaushub geplant

Auf dem Gräberfeld für die KZ-Häftlinge – einer der Züge mit den Häftlingen strandete im April 1945 auf dem Miester Bahnhofsgelände – sind 86 Grabstellen angebracht. Das Areal soll in den Originalzustand gebracht werden – was „Original“ ist, entscheidet irgendwann der Denkmalschutz. Eine Testfläche mit Schotter ist bereits angelegt, so dass sich jeder Besucher anschauen kann, wie die Fläche mal aussehen könnte. Es soll neue Stelen sowie einen Erdaushub geben. Außerdem soll die Hecke an der Seite verschwinden, erläuterte der Fördervereins-Vorsitzende.

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