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Kreuzung B 188/Weteritzer Landstraße bei Gardelegen bisher kein Unfallschwerpunkt

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Von: Ina Tschakyrow

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Kaputtes Auto
Zuletzt gab es im Kreuzungsbereich B 188/Weteritzer Landstraße einen Verkehrsunfall am 16. Januar. Dabei wurden drei Menschen schwer verletzt. © Stefan Schmidt

Immer wieder passieren im Kreuzungsbereich der B 188/Weteritzer Landstraße bei Gardelegen Verkehrsunfälle, oftmals mit Schwerverletzten. Möglichkeiten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sollen geprüft werden.

Gardelegen – Am 16. Januar gab es auf der B 188 an der Abfahrt zur Weteritzer Landstraße einen Verkehrsunfall mit drei Schwerverletzten. Eine Autofahrerin befuhr die Weteritzer Landstraße aus Richtung Gardelegen und bog auf die B 188 in Richtung Weteritz ab. Dabei übersah sie ein Fahrzeug, das aus Richtung Weteritz kam. Es kam zum Zusammenstoß. In diesem Bereich gab es in den vergangenen Jahren oft Verkehrsunfälle.

Ein Unfall laut Statistik

Bisher ist der Kreuzungsbereich „kein offizieller Unfallschwerpunkt“, teilt Andreas Tempelhof, Pressereferent im Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, auf Anfrage der Altmark-Zeitung mit. Er erklärt, dass ein Straßenabschnitt zum Unfallschwerpunkt wird, wenn in dem Straßenabschnitt „in einem Jahr fünf Unfälle mit der gleichen Unfallursache – ohne Personenschaden – passiert sind“ oder „in den vergangenen drei Jahren mehrere Unfälle – mit Personenschaden – passiert sind“. Laut des Unfallatlas des Statistischen Landesamtes aus dem Jahr 2022 mit den Unfalldaten aus dem Jahr 2021 gab es in diesem Bereich einen Verkehrsunfall mit Schwerverletzten.

Verkehrsunfallkommission berät Möglichkeiten

Welche Möglichkeiten es gibt, einen Unfallschwerpunkt zu entschärfen, berät die Verkehrsunfallkommission, die aus Vertretern der Straßenverkehrsbehörde, der Polizei und des Baulastträgers – bei einer Bundesstraße also die Landesstraßenbaubehörde – sowie des Landkreises besteht.

Bei dem Treffen der Verkehrsunfallkommission des Altmarkkreises Salzwedel, die sich üblicherweise jährlich im März trifft, soll dieser Kreuzungsbereich angesprochen werden, teilt Andreas Hensel, Dezernatsleiter Dezernat I – Innere Verwaltung, Bürger- und Rechtsangelegenheiten, auf Nachfrage der Altmark-Zeitung mit.

Bei der Verkehrsunfallkommission werden, erklärt Andreas Hensel weiter, mithilfe einer speziellen Software die Unfallhäufigkeit erkannt, analysiert und im Ergebnis Maßnahmen zur Beseitigung der Unfallhäufigkeit beschlossen. Das können beispielsweise verkehrspolizeiliche Maßnahmen, bauliche oder auch verkehrsrechtliche Maßnahmen, wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung, sein.

Sollte sich für den Kreuzungsbereich eine „statistisch auffällige Häufung von Verkehrsunfällen ergeben“, so Andreas Hensel, sei erfahrungsgemäß davon auszugehen, dass „die zuständigen Behörden die vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen schnellstmöglich umsetzen“.

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