„Sehr unbefriedigendes Ergebnis“

Kreisschützentag in Köckte: Von 1012 Mitgliedern kamen nur 50

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Vorstandsvorsitzender Fritz Schulz hielt am Sonnabend im Zuge des Kreisschützentages in Köckte den Bericht des Kreisschützenverbandes Altmark West.

Köckte – Für den Kreisschützenverband Altmark West war 2018 ein erfolgreiches Jahr. Das stellte Vorsitzender Fritz Schulz am Sonnabend im Dorfgemeinschaftshaus in Köckte fest.

Insgesamt fanden zehn Vorstandssitzungen mit unterschiedlicher personeller Besetzung statt, alle sportlichen Wettkämpfe und geplanten Veranstaltungen konnten termingerecht durchgeführt werden.

Der Kreisschützentag, an dem von 1012 Mitgliedern 50 teilnahmen, begann allerdings mit einer Panne, die einige Entschuldigungen nach sich ziehen werden. So wurde aus organisatorischen Gründen vergessen, zu der Veranstaltung den Köckter Bürgermeister, den Landrat und Vertreter des Landesschützenverbandes einzuladen.

Wie Fritz Schulz informierte, sei der Kreisvorstand stets um eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen bemüht: „Doch an den Sitzungen nimmt oft nur die Hälfte von 27 Vereinen teil. Den anderen gehen dadurch wichtige Informationen und Hinweise verloren. Auch zum Kreisschützentag 2018 in Mieste kamen nur 50 Mitglieder. Das ist ein sehr unbefriedigendes Ergebnis.“

Als gut bezeichnete Fritz Schulz die Zusammenarbeit mit dem Landesschützenverband, dem Landkreis und dem Kreissportbund. Positiv würde sich dabei auswirken, dass im Landesverband Sigrun Niebel als Damenleiterin und Dirk Lunau als Schießsportleiter sowie Klaus Gerecke als Sozial- und Seniorenwart im Kreissportbund ehrenamtlich tätig sind.

Beachtenswerte Erfolge konnten beim Landeskönigsschießen (2. Platz: Gero Kölle/Jugendkönig, 3. Platz: Hannes Klotz) und beim Pokalschießen (1. Platz: Dieter Mitschka) errungen werden. Der Pokal des Landrates wurde 2018 aus finanziellen Gründen nicht ausgeschossen. Bei einem klärenden Gespräch wurde festgelegt, diesen Wettkampf zukünftig beizubehalten, jedoch beim Austragungsort zu variieren, um andere Vereine und Schießstandanlangen besser kennenzulernen. Eine bessere Beteiligung würde sich der Vorstand beim Kreisschützenball wünschen. Auch bei den Veranstaltungs-Rückmeldungen der Vereine müsste ein großes Defizit ausgeglichen werden.

Eine gute Arbeit bescheinigte Fritz Schulz den Schützinnen. Sie besuchten das Kreisdamentreffen in Salzwedel, nahmen am Pokalschießen in Vahrholz teil, kamen erfolgreich vom Rosenpokal- und Landespokalschießen zurück und vertraten den Kreis mit beachtlichen Ergebnissen bei den Wettkämpfen auf Kreis- und Landesebene.

Zum Schluss appellierte der Vorsitzende an die Schützen, mehr Mitgliederwerbung zu betreiben und vor allem Kinder und Jugendliche für den Schießsport zu sensibilisieren. Fritz Schulz informierte, dass die bestehenden Aufwandsentschädigungen überarbeitet und die Sperrfristen der Majestäten neu festgelegt wurden. So dürfen zum Beispiel Jugendliche schon mit 12 Jahren am Königsschießen teilnehmen.

Kreisjugendleiterin Stephanie Neuber: „Zeigt den Kindern, dass das Vereinsleben vielfältig ist.“

„Zeigt den Kindern und Jugendlichen, dass das Vereinsleben bunt und vielfältig ist“, forderte Stephanie Neuber die Verantwortlichen und Eltern auf. Die Kreisjugendleiterin berichtete über ihre Arbeit mit dem Schützennachwuchs. So unter anderem über das Sommercamp in Zichtau mit 22 Teilnehmern aus sechs Vereinen, vom Schießen um den „Pokal Deutscher Einheit“ in Beetzendorf (18 Teilnehmer aus fünf Vereinen) sowie vom Jahresauftaktschießen im Januar 2019 in Gardelegen.

Am Sonnabend, aktuell vom Jubiläumspokalschießen in Letzlingen, an dem 16 Kinder aus drei Vereinen teilgenommen hatten, zurückgekehrt, sagte Stephanie Neuber: „Unsere Schützenjugend freut sich auf die Wettkämpfe. Versteht es weiterhin, so zu motivieren, dass sie gern am Training und den Leistungsvergleichen teilnehmen. Dabei sollte nicht aus den Augen verloren werden, dass es nicht jedem Kind möglich ist, ein Leistungsschütze zu werden. Kleine Erfolgserlebnisse erhalten aber die Freude an der Gemeinschaft und dem Schießsport.“

VON RENATE HEINZE

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