Nummer 034: „Weitsicht und Mut“

Kreisfeuerwehrverband Gardelegen feierte im Schützenhaus sein 25-jähriges Bestehen

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Das Haus bei Meiers an der Chausseestraße brennt. Die Jeseritzer Kinderfeuerwehr übte sich in einem kleinen Sketch schon mal beim Löschen.

Gardelegen. Auf den Tag genau ein Vierteljahrhundert zuvor gab es die Geburtsstunde des Kreisfeuerwehrverbandes Gardelegen.

An dieses Ereignis erinnerte der Vorsitzende des Verbandes, Ingo Kaufhold aus Breitenfeld, am Sonnabend im Rahmen einer Feierstunde, die im Gardelegener Schützenhaus stattfand. Damals machten 44 Wehren mit, 69 Feuerwehrleute waren bei der Gründung dabei. „Wenn ich heute jeden Einzelnen mit Namen begrüßen würde, dann wäre das für mich kein Problem“, spielte Kaufhold am Sonnabend auf die eher geringe Resonanz bei der Jubiläumsveranstaltung hin: Nur etwa ein Drittel der Plätze im Schützenhaus war besetzt.

Unter der Nummer 034 wurde der Kreisfeuerwehrverband kurz nach der Gründung im Juni 1990 – damals existierte offiziell noch die DDR – ins Vereinsregister aufgenommen. Am 11. Oktober 1992 erfolgte die Fahnenweihe. Und wiederum zwei Jahre später, kurz nach der Kreisreform, hatte sich der Kreisfeuerwehrverband Gardelegen schon per Beschluss aufgelöst, sollte es im neu geschaffenen Altmarkkreis Salzwedel nur noch einen Verband geben. Doch zu einer Fusion kam es nicht. „Wir sind selbstständig geblieben und das ist auch gut so“, blickte Ingo Kaufhold, Gründungsvorstandsmitglied und damals Stellvertreter des „viel zu früh verstorbenen“ Vorsitzenden Klaus Albrecht, zurück. Dass Landrat Michael Ziche Ingo Kaufhold und seinem Vorstand „Weitsicht und Mut“ mit der Gründung bescheinigte und die Chefin des Salzwedeler Feuerwehrverbandes, Karin Wunderlich, dem Nachbarverband nicht nur gratulierte, sondern auch weitere 25 Jahre vorhersagte, zeigt, dass die Querelen der damaligen Zeit längst der Vergangenheit angehören.

Nach Kaufholds Angaben sind derzeit 46 Feuerwehren und dazu noch 29 Jugendfeuerwehren Mitglied im Gardelegener Verband. Ganz wichtig sei die Nachwuchsarbeit, betonte er. Da passte es gut, dass der Jeseritzer Feuerwehrnachwuchs einen Sketch aufführte. Inhalt: Die kleine Diana tritt der Kinderfeuerwehr bei, wird mit zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr übernommen, besteht mit 16 Lenzen ihre Grundausbildung und rückt, als sie volljährig wird, als Aktive zum ersten „richtigen“ Einsatz aus.

Ingo Kaufhold und Kreisbrandmeister Torsten Schoof zeichneten zum Ende des offiziellen Teils noch feuerwehrfreundliche Betriebe aus: NTN aus Gardelegen, Siegfried Gödicke aus Calvörde, ASTKA aus Altmersleben, die Betriebsgenossenschaft Kalbe, den Dannefelder Zimmereibetrieb Eckhard Fäsche sowie die Firma Steffen Dannhauer aus Kalbe.

Von Stefan Schmidt

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