Kellerbrand in einem leerstehenden Wohnhaus simuliert

26 Kräfte im Übungseinsatz

Patrick Rasch wird per Hubrettungsbühne aus einem Fenster im dritten Stock geholt. Neben ihm wurden auch Andy Fehse, René Hillert und Felix Schmidt von außen aus dem Haus gerettet.
+
Patrick Rasch wird per Hubrettungsbühne aus einem Fenster im dritten Stock geholt. Neben ihm wurden auch Andy Fehse, René Hillert und Felix Schmidt von außen aus dem Haus gerettet.

Gardelegen. Gegen 18. 15 Uhr ertönten am Freitag in Gardelegen die Sirenen, etwa sechs Minuten später traf die Feuerwehr am Einsatzort an der Bertolt-Brecht-Straße ein.

Bei der stillen Alarmierung über ihre tragbaren Funkmeldeempfänger erfuhren die Einsatzkräfte, dass es dort im Keller eines Wohnhauses brennt – und dass es sich um eine Übung handelt.

Vor dem Eintritt in das verrauchte Treppenhaus: Letzte Absprachen mit zwei Atemschutzgeräteträgern.

Das Treppenhaus des Gebäudes war verraucht, eine mögliche Evakuierung musste also von außen erfolgen. Während zwei Atemschutzgeräteträger zum simulierten Löschen in den Keller gingen, suchten zwei weitere das Haus nach Personen ab. Und sie wurden fündig: Zwei Männer mussten mit der Hubrettungsbühne aus dem dritten Stock des Hauses gerettet werden, je ein weiterer mit Hilfe einer Leiter aus der ersten Etage und dem Hochparterre.

Nach der Evakuierung wurden die geretteten Personen – gespielt von vier Aktiven der Solpker Ortswehr – noch versorgt.

Das Fazit von Gardelegens Ortswehrleiter Henrik Lehmann fiel „sehr positiv“ aus: „Der Ablauf hätte noch ein bisschen flüssiger sein können, das ein oder andere lässt sich noch verbessern“, so Lehmann. Aber die Erfahrung zeige, dass es bei richtigen Einsätzen ohnehin immer besser klappe, als bei den Übungen. Davon gibt es etwa vier pro Jahr, erklärte Lehmann, meist fänden sie in Betrieben statt. Dass die Einsatzkräfte nun in einem Wohnhaus und unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren konnten, sei schon etwas besonderes. Denn das Gebäude der Wohnungsgenossenschaft Gardelegen steht leer. Und während in Betrieben mit leeren Schläuchen geübt wird, um Schäden zu vermeiden, wurden sie am Freitagabend richtig angeschlossen und füllten sich mit Wasser – was schon einen deutlichen Unterschied in der Handhabung ausmache. Direkt im Anschluss wurde der Übungseinsatz im Gerätehaus ausgewertet.

Von Karsten Tenbrink

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare