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Kommunale Zusammenarbeit mit Gardelegener Jugendbeirat soll verbessert werden

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Von: Ina Tschakyrow

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Waltrop ist einer der Partnerstädte. Dort gibt es ein Jugendparlament, mit dem ein Austausch stattfinden soll. © Stefan Schmidt

Um die Jugend zu beteiligen, vor allem über den Jugendbeirat, wird sich die Stadt Gardelegen bei einem Wettbewerb des Landeszentrums Jugend und Kommune bewerben, die dieses Vorhaben fachlich und finanziell unterstützen.

Gardelegen – „Die Kommunen sollen Kinder und Jugendliche (...) bei Planungen und Vorhaben, die deren spezifische Interessen berühren, in angemessener Weise beteiligen. Hierzu können geeignete Verfahren entwickelt, Beiräte gebildet oder Beauftragte bestellt werden. (...)“, steht im Paragraf 80 des Kommunalverfassungsgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt. Um nach diesem Paragrafen die Jugendbeteiligung zu stärken oder zu verstetigen, vor allem für den Jugendbeirat, bewirbt sich die Hansestadt Gardelegen bei dem Wettbewerb des Landeszentrums Jugend und Kommune, der Vorhaben fachlich und finanziell unterstützt. Es kann bis zu 21 400 Euro für die fünf ausgewählten Kommunen geben. Der Förderzeitraum beginnt am 15. April und geht bis zum Ende des Jahres.

Der Antrag für den Wettbewerb wird gemeinsam mit dem Jugendförderungszentrum (JFZ) gestellt. Die Jugendarbeit soll vernetzt werden. Das JFZ habe den Kontakt zu den Jugendlichen, erklärt Bürgermeisterin Mandy Schumacher. Über die mobile Jugendarbeit kann in den Ortsteilen Werbung für die Neuwahl des Jugendbeirates im Herbst gemacht werden, könnte sich Mandy Schumacher vorstellen. Der Jugendbeirat könnte sich in den Schulen vorstellen. Es soll zudem ein Austausch vom 22. bis 24. Juli mit Mitgliedern des Jugendparlaments sowie des Bürgermeisters von der Partnerstadt Waltrop stattfinden, welches über den Wettbewerb gefördert werden kann. Das Jugendparlament gibt es bereits seit vielen Jahren, erzählt Mandy Schumacher. Der Gardelegener Jugendbeirat kann „aus den Erfahrungen“ des Jugendparlamentes lernen. Dessen Mitglieder wissen wegen der langjährigen Arbeit beispielsweise, wie Anträge an den Stadtrat gestellt werden. Dieser Austausch kann die kommunale Zusammenarbeit verbessern, sagt die Bürgermeisterin. Es habe sich bemerkbar gemacht, so Mandy Schumacher weiter, dass Hilfe für den Jugendbeirat erforderlich ist. Auch wenn dessen Mitglieder bereits sehr engagiert sind und Anfang des Jahres beispielsweise einen Podcast gestartet haben, sich an Festen in der Einheitsgemeinde mit Angeboten für Jugendliche beteiligen und an politischen Sitzungen teilnehmen.

Ein genaues Konzept wird erarbeitet. Begleitet wird das Vorhaben von Stadtverwaltungsmitarbeiterin Isolde Niebuhr und von JFZ-Mitarbeiterin Monique Grothe.

Bürgermeisterin Mandy Schumacher hofft, dass es, wenn die Stadt Gardelegen als eine Kommune für den Wettbewerb ausgewählt wird, eine „echte Verstetigung“ der Jugendbeteiligung stattfindet.

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