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Kommunale Einrichtungen in Gardelegen: „Warum ist da so viel los?“

Das Dorfgemeinschaftshaus in Peckfitz wurde im vergangenen Jahr für Veranstaltungen 111 Mal genutzt.
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Das Dorfgemeinschaftshaus in Peckfitz wurde im vergangenen Jahr für Veranstaltungen 111 Mal genutzt.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Gardelegen – Insgesamt wurden die 25 kommunalen Einrichtungen für 646 Veranstaltungen im vergangenen Jahr genutzt, wie eine Auswertung der Nutzungsverträge ergab. Von zwei Zahlen war Jörg Marten im Finanzausschuss am Mittwochabend überrascht.

117 Mal wurde das Dorfgemeinschaftshaus/Kegelbahn in Berge genutzt, 111 Mal in Peckfitz. „Warum ist da so viel los“, wunderte er sich. „Gibt es da ein reges Dorfleben, treffen sich alle zwei Tage die Senioren?“.

Gardelegens Kämmerer Maik Machalz erklärte, dass über die Nutzung der Räumlichkeiten Statistiken geführt werden. „Wir wissen also, was dort passiert“, sagte er. Sein Kollege Christopher Schürz stellte die Zahlen für Berge vor: Im Dorfgemeinschaftshaus bzw. in der Kegelbahn war 44 Mal der Sängerverein, die Kinderbläsergruppe traf sich 34 Mal, der Angelverein nutzte die Räumlichkeit fünfmal, die Volkssolidarität sechsmal, viermal traf sich dort der Ortschaftsrat, die Frauensportgruppe war fünfmal in dem Gebäude und von der Kirche wurde das Objekt einmal genutzt. Von all diesen Nutzungen waren 99 entgeltfrei und 18 kostenpflichtig.

In Peckfitz waren 98 kostenlos und für 13 Nutzungen des Dorfgemeinschaftshauses wurde Geld gezahlt. Dort wurde laut Christopher Schürz „viel Sport gemacht“, ebenso wie in Dannefeld. Das dortige Dorfgemeinschaftshaus wurde für 62 Veranstaltungen genutzt. Mehr gab es noch in Estedt: 66 Mal wurde der Saal gemietet, davon nur zwölfmal gegen Bezahlung.

Es gibt auch Orte, in denen jede Nutzung im vergangenen Jahr kostenpflichtig war: Algenstedt, Laatzke, Lüffingen, Hemstedt, Schenkenhorst oder Kloster Neuendorf. Da stelle sich dann die Frage, „ob die Stadt private Feierorte unterstützt“, warf Jörg Marten ein. Denn überwiegend ist die Nutzung der kommunalen Einrichtungen laut der Auswertung kostenfrei.

Dazu wollte Christian Glatz wissen, ob überhaupt immer eingetragen wird, wenn die Objekte für Veranstaltungen gemietet werden. Als Beispiel nannte er Hemstedt, wo Tischtennis im Dorfgemeinschaftshaus gespielt wird. „Da ist jede Woche was los. Ich weiß, dass die da mehrmals in der Wochen drinnen sind“, was er auch gut findet, betonte Christian Glatz. Trotzdem wollte er wissen, ob die Nutzung auch in anderen Orten nicht immer eingetragen wird. „Ja, in manchen Ortschaften funktioniert das nicht“, antwortete Maik Machalz, „daran müssen wir noch arbeiten“.

VON INA TSCHAKYROW

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