Zehn Mitgliedsbetriebe der Bäcker-Innung Altmark stellen sich der Brotprüfung von Michael Isensee

Knusprig, duftend und aromatisch

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Gewissenhaft prüfte Brotprüfer Michael Isensee (links) Brot und Brötchen nach den deutschlandweiten Kriterien. Ihm zur Seite stand der Obermeister der Bäcker-Innung Altmark, Peter Flechtner (rechts), sowie dessen Stellvertreter Olaf Buchholz.

Gardelegen. Zu einem ordentlichen Frühstück und Abendbrot gehören frische Brötchen und herzhaftes Brot einfach mit dazu.

Und genau diese beiden Leibspeisen der Deutschen gab es am Donnerstag in der Gardelegener Sparkassen-Filiale an der Bismarker Straße – natürlich nicht im Verkauf. Dort fand die diesjährige Brotprüfung der Bäcker-Innung Altmark statt, in der 15 Bäckereien aus beiden Altmarkkreisen Mitglied sind.

Zehn von ihnen – die Bäckerei Pennigstorf aus Flessau, die Apenburger Landbäckerei, die Peter Flechtner & Ines Flechtner GbR, Obara aus Behrendorf, die Bäckerei Bernhard Schaefer aus Berkau, die Deichbäckerei Buchholz aus Beuster, die Bäckerei Schulz aus Gladigau, Bäckermeister Volker Gieselberg aus Jahr-stedt, Bäckermeister Christian Glatz aus Jävenitz und die Bäckerei Glaser aus Klietz – ließen ihre Brote (jeweils eins pro Sorte vom Vortag) und Brötchen (jeweils fünf pro Testsorte vom Prüfungstag) von Brotprüfer Michael Isensee begutachten und prämieren. Dieser wurde dabei auch von Peter Flechtner, Obermeister der Bäcker-Innung Altmark, unterstützt.

Geprüft wurden Form und Aussehen, Lockerung und Krumenbild, Geruch, Oberfläche, Kruste, Struktur, Elastizität und vor allem Geschmack. Denn, so betonte Isensee: „Aroma ist das Wichtigste.“ Und damit überzeugten beispielsweise die Joghurtbrötchen von Christian Glatz den Brotprüfer zu 100 Prozent. Nur an der Optik könne man noch arbeiten, gab er dem Bäckermeister mit auf den Weg, die, wie Glatz sagte, zum Teil auch dem morgendlichen Backstress zum Opfer fällt. Für die etwas flachen Joghurtbrötchen gab es 98 statt 100 Punkte – ein hervorragendes „Gut“. Nach den Brötchen, von denen das normale Weizenbrötchen, wie Matthias Schaefer aus Berkau sagte, „immer noch sehr gefragt ist“, gab es neben dem normalen Misch- und Weißbrot auch zahlreiche Spezialbrote mit besonderen Zutaten, Formen und Backweisen zu prüfen. Schaefer hatte beispielsweise „Unser Schäfchen“, ein reines Roggenbrot mit Sonnenblumenkernen, und das „Chia Mehrkornbrot“ mitgebracht.

Natürlich stand die Brotprüfung am Donnerstag im Mittelpunkt. Gleichzeitig war das Treffen aber auch ein Erfahrungsaustausch, den Karin Beier, Geschäftsführerin der Apenburger Landbäckerei, für sehr wichtig hält. „Wir sind meist alles kleine Krauter und man neigt dazu, betriebsblind zu werden.“ Bei solchen Treffen könne man sich schon Anregungen holen, über Zutaten, Backweisen und -zeiten sprechen oder auch über Probleme sprechen, die vielleicht auch die anderen betreffen. Und ein Problem vieler Bäckereien dürfte der Nachwuchs sein. Denn ein Handwerk zu erlernen, ist im Moment nicht attraktiv. Dabei ist Bäcker, wie Karin Beier sagte, der „schönste Beruf“, den es aber auch richtig zu bewerben gilt. „Wir müssen zeigen, was wir zu bieten haben“, gibt sie die Strategie vor.

Von Elke Weisbach

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