Klinik-Skandal Gardelegen: Landrat lässt in Winterpause 16 Eingriffe des Chefoperateurs untersuchen

Seine letzte OP – vorerst

Ärzte an einem deutschen OP-Tisch: Den vorerst letzten Eingriff wird Dr. Michail T. heute am Altmark-Klinikum in Gardelegen durchführen.
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Ärzte an einem deutschen OP-Tisch: Den vorerst letzten Eingriff wird Dr. Michail T. heute am Altmark-Klinikum in Gardelegen durchführen.

Gardelegen. Heute greift der unter schwerem Verdacht stehende Leiter des Wirbelsäulenzentrums im Gardelegener Altmark-Klinikum, Dr. Michail T., zum letzten Mal zum Skalpell. Vorerst. Denn es handelt es sich dabei um eine schon länger geplante Pause, die Dr. T. bis Ende Januar machen will.

Das sagte gestern Landrat und Klinikums-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Ziche auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. „Ob er wiederkommt, ist abhängig von unseren Erkenntnissen“, so Ziche weiter, der darauf verweist, dass T. als Honorararzt in Gardelegen arbeitet. Erkenntnisse will Ziche aus den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Krankenkassen gegen Dr. T. gewinnen, vor allem aber aus einer eigenen Untersuchung. Ziche: „Montag haben wir unserem Gutachter 16 Fälle übermittelt.“ Jedoch existiert eine CD mit 62 Patientenakten – Operationen, die nicht notwendig gewesen seien, so der Vorwurf. „Die Staatsanwaltschaft hat die Liste über die Kassen bekommen, wir nicht“, so der Aufsichtsratsvorsitzende weiter.

Mehr über die rote Liste der 62 Wirbelsäulen-OPs lesen Sie in der gedruckten Altmark-Zeitung.

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