Brief an die Stadt: Besitzer ruft Geld nicht ab

Kleinbahnhof-Ruine: Verzicht auf Fördergeld

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Der historische Kleinbahnhof am Gardelegener Burgwall bleibt vorerst eine Bauruine. Der Besitzer verzichtet auf den Einsatz von Fördergeld, das die Stadt bereitgestellt hätte.

sts Gardelegen. „Sehr schade“ findet Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig die jüngste Entwicklung am Kleinbahnhof. Das historische Gebäude am Burgwall in Gardelegen gehört einer Privatperson.

Und die verzichtet, so berichtete die Bürgermeisterin am Montagabend im Gardelegener Stadtrat, auf von der Stadt bereitgestelltes Fördergeld. Das hat der Besitzer der Stadtverwaltung vor wenigen Wochen schriftlich mitgeteilt. Einer der Gründe für die Nicht-Abrufung des Geldes sind die Auflagen des Denkmalschutzes. Der Kleinbahnhof, der seit vielen Jahren leer steht, ist ein Einzeldenkmal. Der Besitzer aus Niedersachsen hatte vor knapp einem Jahr mit Sanierungsarbeiten begonnen, allerdings keine Baugenehmigung eingeholt (wir berichteten). Konsequenz: Die Untere Denkmalschutzbehörde, beim Altmarkkreis Salzwedel angesiedelt, verhängte im Dezember einen Baustopp. Seitdem herrscht Ruhe am Objekt. Und der jetzige Besitzer ist nicht der erste, der sich am mittlerweile maroden Gebäude die Zähne ausgebissen hat. Davor gab bereits ein anderer Bauherr auf.

Zur Frage, ob die Stadt einspringen werde, äußert sich Zepig zurückhaltend: „Derzeit ist das kein Thema“ bei dem Gebäude, das aus ihrer Sicht „eine ideale Lage hat“: Innenstadtnah und gleichzeitig am Rande des Bürgerparks.

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