Gardelegens Stadtverwaltung erarbeitet entsprechende Vorlage für den Stadtrat / Millionendefizit

Kita-Beiträge werden wohl steigen

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Die Betreuung der Kinder, wie hier die Schützlinge der Solpker „Rappelkiste“ beim Märchenspiel der Muttis, kostet immer mehr Geld. Die Stadtverwaltung wird nun eine Beschlussvorlage erarbeiten, die die Anhebung der Kita-Beiträge in diesem Jahr zum Inhalt hat.

Gardelegen. „Unsere Idealvorstellung ist natürlich, dass jene Kinder, die in Gardelegen zur Welt kommen, später auch hier ihre Steuern zahlen. “ Das sagt Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig. Eltern sollen also nicht wegziehen.

Ein Faktor für das Hierbleiben: Eine gute Kinderbetreuung. Doch dies kostet Geld. Jedes Jahr hat die Stadt in ihrem Haushalt ein Millionendefizit bei der Kinderbetreuung, das ausgeglichen werden muss. Auch mithilfe der Elternbeiträge. Für dieses Jahr ist das Loch aber „größer als sonst“, sagt Mandy Zepig. Mit der Folge, dass es im Rathaus konkrete Pläne gibt, die Kita-Beiträge in diesem Jahr zu erhöhen. „Ja, wir werden eine Vorlage erarbeiten, die eine Anhebung der Beiträge vorsieht“, sagt die Bürgermeisterin dazu. Wie hoch dieser Anstieg sein wird, das werde derzeit noch errechnet.

Mit dieser Beschlussvorlage soll es dann in den Gardelegener Stadtrat gehen. Dort wird entschieden, ob und wenn ja in welcher Höhe die Kita-Beiträge ansteigen.

Das Millionenloch sei „nochmal gewachsen“, sagt Mandy Zepig. Eine der Gründe: Der veränderte Betreuungsschlüssel, der sich grundsätzlich zugunsten der Kleinen auswirke, und die ausgehandelten Tariferhöhungen, also die bessere Bezahlung der Erzieherinnen.

Dies ist zwar für die Betroffenen positiv – für die Kommune bedeutet das aber Mehrausgaben, die aufgefangen werden müssen. „Dazu sind wir haushaltstechnisch durchaus bereit“, betont die Bürgermeisterin. „Aber irgendwann ist Schluss.“ Soll heißen: Auch die Eltern müssten sich an den Mehrkosten mehr als bisher beteiligen.

Für Mandy Zepig ist gleichzeitig klar, dass die Qualität der Kinderbetreuung nicht nachlassen dürfe. „Wir wollen uns da nicht negativ absetzen“, was auch die Kita-Öffnungszeiten angehe. Aber dies alles koste Geld – mehr Geld als in den Jahren zuvor.

Die nun zu erarbeitende Beschlussvorlage ist die eine Sache – die Entscheidung liegt aber letztlich beim Gardelegener Stadtrat. „Wir werden alle Zahlen auf den Tisch legen und entsprechend begründen, warum wir als Verwaltung keine Alternative zu einer Beitragserhöhung sehen.“

Wie hoch sie auch immer ausfallen wird.

Von Stefan Schmidt

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