Neue Pausenhof-Gestaltung an der Otto-Reutter-Grundschule findet Zustimmung im Bauausschuss

Kinder sollen auch toben können

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Der vordere Teil des Pausenhofes der Otto-Reutter-Grundschule in Gardelegen wird auch nach dem Bau des neuen Pausenhofes, der sich hinter dem Gebäude befindet, genutzt. 

Gardelegen. Sie ist voll belegt. 174 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die Otto-Reutter-Grundschule an der Nicolaistraße in Gardelegen. Seit Jahren gibt es das Problem eines zu kleinen Pausenhofes.

Sowohl die Fläche an der Nicolaistraße als auch das Areal hinter dem Backsteingebäude am Klingberg sind jeweils zu klein für so viele Erst- bis Viertklässler.

Schulleiterin Sylvia Straßburg: „Das ist der ausdrückliche Wunsch der Kinder und des Lehrerkollegiums.“

Deshalb hat die Stadt am Klingberg eine zusätzliche Fläche nach einem Gebäudeabriss erworben und will den Pausenhof erweitern. Die Pläne dazu wurden am Montagabend im städtischen Bauausschuss vorgestellt. Demnach soll es zwei Kletterkombinationen geben, ausgestattet mit Fallschutzmatten. Am nördlichen Ende der zusätzlichen Fläche soll nach den vorliegenden Plänen ein Kleinfeld-Fußballplatz entstehen. Die Kunstrasenfläche soll 13 mal sieben Meter groß sein. Dazu kommen im Boden fest verankerte Kugeln und Halbkugeln sowie Wellenbänke. Diese Ausstattung, so berichtete die bei der Sitzung anwesende Schulleiterin Sylvia Straßburg, sei ein gemeinsamer Wunsch der Kinder und auch der Lehrer, die sich in den vergangenen zwei Jahren intensiv Gedanken um die Pausenhofgestaltung gemacht hätten. „Es nutzt uns keine Riesen-Freifläche, auf der die Kinder nicht toben können“, verteidigte sie die Spielgeräte und das Fußballfeld. Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig stimmte dieser Argumentation zu. Es sei immer am besten, wenn sich die späteren Nutzer mit einbringen würden. Zumal das Geld für diese Investition vorhanden sei, betonte sie.

Einen Sonderfall bildet die Fachwerkfassade eines direkt angrenzenden Hauses. Sie soll modernisiert und optisch aufgehübscht werden, auf Kosten der Stadt. Dazu kommen zum Klingberg hin schmiedeeiserne Zaunfelder, so wie schon am vorderen Pausenhof zur Nicolaistraße hin.

Wie Sylvia Straßburg weiter ausführte, müsste die Schule trotz des größeren Platzes auch künftig beide Pausenhöfe nutzen, um alle Kinder unterzubringen. Die Schüler würden immer abwechselnd auf die beiden Pausenhöfe verteilt, um Ungerechtigkeiten zu vermeiden.

Die Mitglieder des Bauausschusses votierten einstimmig für die Pausenhof-Gestaltung. Das letzte Wort hat der Gardelegener Stadtrat. Er tagt am Montag, 12. März.

Von Stefan Schmidt

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