Denkmaltag: Offene Türen in die Vergangenheit

Vom Kellergewölbe bis zur Turmspitze

Stadtführer Dietmar Weinhold (rechts) wusste Besuchern viel über die kleine Bastion des Salzwedler Tores zu berichten.

Gardelegen. In den historischen Gebäuden der Stadt Gardelegen sind gestern zahlreiche neugierige Besucher auf Entdeckungsreise gegangen.

Neben den einheimischen Bewohnern der Stadt nutzten auch manch auswärtige Besucher den diesjährigen Tag des offenen Denkmals, um die geschichtsträchtigen Orte der alten Hansestadt unter die Lupe zu nehmen.

Möglichkeiten dazu gab es reichlich. So hatten die Kirchen St. Nikolai und St. Marien ihre Türen für die Besucher geöffnet. Und wer die Mühen nicht scheute, konnte auch den Rathausturm ersteigen. Bei herrlichem Sonnenschein bot sich den Betrachtern von dort oben ein beeindruckendes Panorama der Stadt und eine tolle Weitsicht auf das Umland der Stadt. Doch auch in umgekehrter Richtung gab es lohnende Ziele. Das Förstersche Haus, der älteste Fachwerkbau der Stadt, war samt der darunterliegenden Kellergewölbe zu besichtigen. Und so genossen die Besucher dort nicht nur Blicke auf die sanierte Bausubstanz des Gebäudes, sondern auch die angenehm kühlen Temperaturen der Gewölbe, die angesichts der Mittagshitze etwas Erholung boten.

Ihren Wissensdurst konnten die Besucher darüber hinaus auch im Schloss Isenschnibbe bei einem Vortrag und einer Führung durch das stattliche Herrenhaus stillen. Im wohl bekanntesten Denkmal Gardelegens, im Salzwedeler Tor, erhielten die Besucher ebenfalls Informationen aus berufenem Munde. Zum Denkmaltag hatte die Stadt dort den sonst verschlossenen Bereich der kleinen Bastion zugänglich gemacht. Gemeinsam nahmen sich in den alten Mauern die beiden Stadtführer Harald Storz und Dietmar Weinhold der Besucher an und informierten zudem über die Notwendigkeit, das Denkmal, das ohne Dach Jahr für Jahr weiter unter den Naturgewalten bröckelt, zu sanieren. „Ich hoffe sehr, dass es nächstes Jahr losgehen kann“, sagte Harald Storz. Seinen Angaben zufolge liegen entsprechende Pläne auch schon vor. Indes habe der Stadtrat bisher dazu noch keine Zustimmung gegeben, bedauert Storz. Vor allem auswärtige Besucher mahnten immer wieder, dieses Kleinod zu schützen.

Von Dirk Osmers

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