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Keine weiteren Papierkörbe in Gardelegener Einheitsgemeinde mehr?

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Von: Ina Tschakyrow

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Müll
Es werden sich mehr Mülleimer gewünscht. © Zahn, Lydia

Für die Ortschaften der Gardelegener Einheitsgemeinde werden sich mehr Papierkörbe gewünscht. In Dannefeld werden zehn Mülleimer gefordert aber es werden zukünftig wohl gar keine mehr aufgestellt.

Gardelegen/Dannefeld – 153 Papierkörbe gibt es in der Gardelegener Einheitsgemeinde. Der Bestand wurde von der Stadtverwaltung ermittelt, nachdem dafür im vergangenen Jahr die Linken- sowie die CDU/FDP-Fraktion einen Antrag gestellt hatte. Laut der Zuarbeit von Ortsbürgermeister und Ortsbürgermeisterinnen werden 41 weitere Papierkörbe in den Ortschaften benötigt.

Für Dannefeld wurde angegeben, zehn Papierkörbe aufzustellen, informiert Ortsbürgermeister Maik Lüer. Dort gibt es bisher keine. In der Ortschaftsratssitzung am Donnerstagabend wurde über das Thema dann aber diskutiert, denn in Dannefeld sollen laut Stadtverwaltung keine weiteren Mülleimer aufgestellt werden, erklärt Maik Lüer. Nun hofft der Ortschaftsrat, dass zumindest vier Papierkörbe angeschafft werden. Diese sollen am Spielplatz, Dorfteich, Jugendraum und an der Bushaltestelle aufgestellt werden. Besonders viel Müll liege rund um die Bushaltestelle, erzählt der Ortsbürgermeister. Deswegen fege dort sehr häufig sein Stellvertreter, Ralf Schulz, den Müll zusammen, um ihn anschließend bei sich zu Hause zu entsorgen. Dafür bedankt sich Maik Lüer, aber eigentlich könne es nicht sein, dass der Dannefelder dort den vielen Müll selbst entferne, so der Bürgermeister.

Problematisch ist, dass „in der Vergangenheit festgestellt werden musste, dass Einwohner/Besucher die Papierkörbe für die Entsorgung ihres Hausmülls missbrauchen und dann die Hansestadt Gardelegen die Kosten trägt“ und nicht, wie laut der Gefahrenabwehrverordnung „die bereitgestellten Papierkörbe auf öffentlichen Straßen und in den öffentlichen Anlagen nur für die Entsorgung von unterwegs anfallenden Kleinstabfall, wie z. B. Obst, Zigarettenschachteln, Zigarettenkippen, Papier, Kleinstverpackungsmaterialien, Papiertaschentüchern und verwendeten Hundekottüten zu benutzen sind“.

An Sportplätzen, Bushaltestellen und Spielplätzen sollen zukünftig deshalb keine Papierkörbe mehr aufgestellt werden. Der Müll sollte aber dennoch nicht liegen bleiben, denn beispielsweise für Sportplätze gibt es Nutzungsverträge für die Müllentsorgung für Vereine, Veranstalter sind bei Sportveranstaltungen zuständig oder die Nutzer müssen anfallenden Müll entsorgen.

Würden in Dannefeld Mülleimer aufgestellt werden, sagt Maik Lüer, hätte das für Kinder auch einen Lerneffekt, dass sie dort ihren Müll entsorgen und diesen nicht einfach in der Natur liegen lassen.

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