Stadt Gardelegen verteilt Auftrag zur Reinigung von insgesamt 5477 Regeneinläufen an eine Firma

Kein Bücken mehr für die Rentner

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Die annähernd 5500 Regeneinläufe im gesamten Gardelegener Stadtgebiet werden ab diesem Jahr von einer Privatfirma gereinigt. Die Anlieger müssen sich um diese Arbeit nicht mehr kümmern. 

Gardelegen. 5477. Diese Zahl zeigt die Dimension auf, die das Gardelegener Stadtgebiet hat. Denn genau 5477 Regeneinläufe gibt es in Deutschlands flächenmäßig drittgrößter Stadt.

Und diese Regeneinläufe werden künftig im Auftrag der Stadt gereinigt – und fallen somit nicht mehr wie bisher in den Aufgabenbereich der jeweiligen Anlieger. 

Auf diese Weise, so erläutert Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig gegenüber der Altmark-Zeitung, wolle man vor allem ältere Bürger entlasten. „Das ist ein Service seitens der Stadt“, begründet sie die Übernahme dieser Aufgaben. Hinzu komme, dass vor allem an viel befahrenen Durchgangsstraßen das private Säubern der Regeneinläufe „fast schon lebensgefährlich sein kann“. Und: Durch das professionelle Reinigen – die Stadt vergibt diese Arbeiten an eine Firma – spare man langfristig vielleicht sogar Geld, weil diese Arbeit mutmaßlich korrekter ausgeführt werde als von den Anliegern. „Dadurch haben wir dann hoffentlich auch weniger verstopfte Einläufe“, so die Bürgermeisterin. Sie denkt da auch an viele ältere Menschen speziell in den Dörfern, die körperlich oft gar nicht mehr in der Lage seien, diese durchaus anstrengende Tätigkeit zu erledigen.

Allerdings: Der Gardelegener Stadtrat muss bei seiner nächsten Zusammenkunft noch einen Beschluss fassen. Denn die ursprünglich eingeplanten 20.000 Euro pro Jahr reichen nicht aus. Die Ausschreibung ergab, dass „eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 25.000 Euro notwendig“ wird. Geld, das aus eingespartem Geld für die 2018-er Kreisumlage genommen werden soll. Geplant ist, die Regeneinläufe zweimal pro Jahr zu säubern. Und zwar im Rahmen einer Frühjahrsreinigung bis zum 1. Mai und dann im Herbst, genauer bis zum 1. November.

Von Stefan Schmidt

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