Junge Samtpfoten über Zaun des Gardelegener Tierheims geworfen / Zwei Stubentiger totgebissen

Katzentod im Rottweiler-Zwinger

Diese beiden jungen Katzen haben den nächtlichen Horror im Rottweilerzwinger überlebt. Zwei ihrer Artgenossen wurden auf dem Gelände des Gardelegener Tierheims totgebissen. Foto: Schmidt

Gardelegen. Die Mitarbeiter des Gardelegener Tierheims erleben manch trauriges Tierschicksal. Aber was sich in der Nacht zu Sonnabend auf der Anlage am Lüffinger Dreieck bei Gardelegen zugetragen hat, sorgt selbst bei hartgesottenen Tierfreunden für Kummer.

Denn zwei erst wenige Wochen junge Katzen sind auf dem Tierheim-Gelände ums Leben gekommen. Getötet ausgerechnet von einem Hund, der dort lebt.

Unbekannte haben, so berichtet der Vorsitzende des Tierschutzvereins Gardelegen/ Klötze, Kurt Gewasda, vier erst etwa vier Wochen junge Kätzchen herzlos über den Zaun auf das Gelände des Gardelegener Tierheims geworfen. Dies geschah zu einem Zeitpunkt, als kein Mitarbeiter mehr vor Ort war, also weit nach Feierabend.

Die vier verstörten Samtpfoten suchten anschließend offenbar Unterschlupf, tigerten über das Gelände und krochen in einen Hundezwinger. „Ausgerechnet zu unserem Rottweiler“, berichtet Tierheim-Leiterin Petra Gewasda, die mutmaßt, dass die Kätzchen möglicherweise an Hunde gewöhnt waren. Der kräftige Bello ist von seinem Wesen her aber kein wirklicher Katzenfreund – und biss zwei der jungen Tiere tot. Die beiden anderen Katzenkinder verkrochen sich angstvoll hinter der Hundehütte, wo sie Stunden später, am Sonnabend früh, eine Mitarbeiterin des Tierheims entdeckte, den Rottweiler aus dem Zwinger herausholte und die beiden Kätzchen rettete. Sie sind nun in einer sicheren Box in der Katzen-Quarantänestation untergebracht, noch sichtlich verängstigt angesichts des nächtlichen Hunde-Horrors.

Wer die beiden überlebenden Katzenkinder aufnehmen möchte, der kann sich im Tierheim unter der Telefonnummer (0 39 07) 71 51 05 melden.

Von Stefan Schmidt

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