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Nun sind es bereits 50 Patenschaften

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Von: Stefan Schmidt

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Frau an Gedenkstein
Katrin Kunert pflegt einen Gedenkstein. © Stefan Schmidt

Der mittlerweile 50. Gedenkstein im Raum Gardelegen befindet sich in Patenschaft.

Gardelegen – Sie hatte davon aus der Altmark-Zeitung erfahren. Nämlich, dass es in der Gardelegener Innenstadt einen Gedenkstein gibt, der neu vergeben werden kann. Weil die bisherige Patin für die Pflege keine Zeit mehr hat und ihn deshalb an den Gedenkstätten-Förderverein zurückgegeben hatte. Das berichtete Katrin Kunert am Dienstagnachmittag, als sie mit Eimer und Gartenwerkzeug an den Goldenen Ring nach Gardelegen kam. Dort befindet sich einer der insgesamt 66 im Gardelegener Stadtgebiet vorhandenen rot-weißen Gedenksteine, die an die Häftlingsmärsche vom April 1945 erinnern sollen – viele Männer, die damals bei den beiden Todesmärschen dabei waren, starben unterwegs oder später, am 13. April 1945, beim Massaker in der Feldscheune Isenschnibbe. Die Gedenksteine symbolisieren den Weg der Häftlinge und stehen im Abstand von jeweils etwa 500 Metern entlang der damaligen Route.

Katrin Kunert war von 2005 bis 2017 Bundestagsabgeordnete der Linken, wohnt in Stendal und ist immer noch kommunalpolitisch aktiv, als Mitglied des Kreistages und des Stadtrates in Stendal. Nachdem sie von dem freien Stein erfahren hatte, „habe ich einfach Konrad Fuchs angerufen und dann ging alles ganz schnell“. Konrad Fuchs ist im Gardelegener Gedenkstätten-Förderverein für die Betreuung der Gedenkstein-Paten zuständig und kennt Katrin Kunert auch durch seine ehemalige Tätigkeit als Bürgermeister von Gardelegen (2001 bis 2015).

Pflege eines Gedenksteins heißt für die 58-Jährige und für alle anderen Paten: Mehrmals im Jahr das Umfeld sauber halten, Unkraut entfernen und für ein gepflegtes Erscheinungsbild sorgen. Für einen frischen Farbanstrich sorgt regelmäßig die Lebenshilfe Altmark West.

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