nach Ausschreibung teurer / Umfang der Innensanierung strittig

Bei Dachsanierung der Kita „Krümelkiste“ – „Irgendwie buttern wir immer dazu“

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Dass das Dach der Gardelegener Kita „Krümelkiste“ gemacht werden muss, steht außer Frage. Strittig ist nun der Umfang der Sanierungsarbeiten im Inneren.

lam Gardelegen. 38 000 Euro mehr kostet die Erneuerung der Dachkonstruktion der Gardelegener Kindertagesstätte „Krümelkiste“, für die der Stadtrat im August vergangenen Jahres bereits insgesamt rund 290 000 Euro abgesegnet hat.

Der Grund für die Kostenerhöhung ist das Ausschreibungsergebnis nach erfolgter Submission für die Zimmerer-, Dachdecker- und Elektroarbeiten, wie Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends auf Nachfrage von Jörg Marten während der jüngsten Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses bestätigte, als die Mitteilungsvorlage Gegenstand der Beratung war.

Auf dieser war außerdem zu lesen, dass es zu weiteren Kosten von 90 600 Euro kommen könnte, wenn man Maßnahmen, die sich die Hausleitung der Kita wünscht – Sanierung des letzten unrenovierten Sanitärraumes, Erneuerung der zwei Eingangstüren, Beseitigung der Türschwellen und Verbreiterung der Gruppentüren zum Flur, Sanierung der Küche – im Rahmen des Projektes mit umsetzen würde, was aber noch mit dem zuständigen Fachbereich auf Notwendigkeit geprüft werden müsse.

Das wäre die Sanierung einer Kita durch die Hintertür, stellte Marten dazu fest, der damit nicht einverstanden schien. Anders argumentierte Nico Macht, der erklärte: „Ich finde es äußerst sinnvoll, alles fertig zu stellen. Denn wenn wir zweimal die Baustelle einrichten müssen, wird es teurer.“ Thomas Genz dagegen schien zwiegespalten: „Die Finanzen sind maßgebend, irgendwie buttern wir immer dazu. Es kann nicht sein, dass alles teurer wird. Das muss optimiert werden. Außerdem kann nicht jeder kommen und sagen, wenn wir schon mal dabei sind, dann noch …“

Eine Entscheidung musste an dem Abend dazu noch nicht getroffen werden. Doch Bauamtsleiter Behrends warb für die Erweiterung des Projektes, dem die Bauausschuss-Mitglieder zum Wohle der Kinder positiv gegenüber standen. Bereits im vergangenen Jahr, erklärte der Bauamtsleiter, waren 45 000 Euro für Innenarbeiten in den Haushalt eingestellt, die zum Glück noch nicht investiert wurden. Denn der Schaden am Dach wurde vor Beginn der Arbeiten festgestellt. Überall werde geknapst, machte er deutlich und führte die Lindstedter Sporthalle als Beispiel an, bei der das Dach ebenfalls große Probleme mache. „Ich weiß nicht, wie ich das bewerkstelligen soll.“ 120 000 Euro für die Dach-Instandsetzung seien kurzfristig einfach nicht da und es bestehen keine Aussichten auf Fördergeld. Deshalb sollte, was machbar sei, getan werden. Und die Kita „Krümelkiste“ wäre dann innen komplett fertig.

Die Arbeiten – ob wie derzeit geplant oder umfangreicher – sollen in zwei Abschnitten realisiert werden. Erst die linke, dann die rechte Haushälfte, damit die Kinder nur innerhalb des Gebäudes für die Arbeiten umziehen müssen. Baubeginn soll in diesem Jahr sein.

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