Andreas Staeck aus Letzlingen las in der Letzlinger „Hirschburg“über „Ostdeutsche Geschichte(n)“

Die Indianer waren immer die Guten

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Amüsiert hörte das Publikum in der Letzlinger Gaststätte „Zur Hirschburg“ den Geschichten über das Alltagsleben während der DDR-Zeit zu.

hb Letzlingen. Es war ein Heimspiel für Andreas Staeck am Sonnabendabend in der Letzlinger „Hirschburg“. Dort nämlich las der Hobbyautor aus seinem Buch „Ostdeutsche Geschichte(n)“ vor. Erschienen ist es im März dieses Jahres.

Die Handlung allerdings ist deutlich länger her, denn Staeck erzählt vergnüglich aus DDR-Zeiten.

Als echtes Kind der DDR wuchs Staeck im Harz auf. Und führte Tagebuch. „Vor einiger Zeit habe ich auf einem Klassentreffen daraus ungefiltert vorgelesen“, erzählte der Autor seinen Besuchern. Das sei gut angekommen und seine einstigen Klassenkameraden „waren schockiert, wie viel sie selbst vergessen haben“.

Autor Andreas Staeck lebt in Letzlingen. Ostdeutsche Geschichten(n) ist sein erstes Buch.

Genau so ging es am Sonnabend seinen Zuhörern. Viele erkannten sich in Staecks Geschichten wieder, so in der über Cowboy-und-Indianerspiele. Letztere waren gerade für kleine DDR-Jungen schließlich immer die Guten. Staeck: „Meine Indianer haben nie angefangen.“ Sein Vater habe dann heimlich kleine Spielzeugsoldaten untergemischt, weil der Sohn zum Beschützer des Arbeiter- und Bauernstaates werden sollte. Und auch sein erstes ferngesteuertes Spielzeug erkannten wohl viele der männlichen Besucher wieder. „Ein T-62 mit Fernbedienung und Kabel“, verriet Staeck. „Das trübte den Spielspaß aber nicht.“ Auch noch weitere Geschichten für gelernte DDR-Bürger hatte der Autor, der heute Anfang 50 ist, seinem Publikum mitgebracht. Es sei allerdings schwer gewesen zu entscheiden, was er lesen soll, gab Andreas Staeck zu. Da jedoch alle seine Geschichten in sich abgeschlossen waren, blieben die Zuhörer auch nicht auf einem offenen Ende sitzen. Und er machte neugierig auf mehr.

Sicher liegt in Letzlingen in diesem Jahr auch die eine oder andere Ausgabe der „Ostdeutschen Geschichten“ unter dem Weihnachtsbaum.

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