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In Gardelegener Dorfgemeinschaftshäusern nur noch 19 Grad warm

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Von: Stefan Schmidt

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Heizung
Heizung runter, wenn es keine Veranstaltungen gibt: In den Dorfgemeinschaftshäusern des Gardelegener Stadtgebietes soll es nur noch 19 Grad warm sein. © Stefan Schmidt

Aufgrund der stark gestiegenen Heizkosten soll nicht mehr unnötig geheizt werden. Das bedeutet, dass beispielsweise in den Dorfgemeinschaftshäusern der Gardelegener Einheitsgemeinde nur noch 19 Grad sein sollen.

Gardelegen – Es sei in den vergangenen Tagen „zu erheblichen Irritationen“ gekommen. Das teilt Gardelegens Stadtverwaltungsmitarbeiterin Caroline Klein in einem Schreiben an all jene mit, die im Gardelegener Stadtgebiet die Schlüsselgewalt über die Dorfgemeinschaftshäuser haben. Denn angesichts der stark gestiegenen Energiepreise soll nicht mehr unnötig geheizt werden.

Und so heißt es in dem Schreiben, dass „nach Möglichkeit...die Raumtemperatur die 19 Grad nicht mehr übersteigen“ soll. Die Stadtverwaltung habe „im Zuge der nötigen Sparmaßnahmen die Vorlauftemperaturen der Heizungsanlagen gedrosselt“ und somit „die Heizkörper entsprechend eingestellt“. Soll heißen: In den Räumen der Dorfgemeinschaftshäuser soll die Temperatur grundsätzlich nicht höher als 19 Grad sein.

Anlass für diese Anweisung sei die Tatsache, „dass bei Vorortterminen vermehrt festgestellt wurde, dass die Dorfgemeinschaftshäuser auch bei Leerstand zum Teil stark überheizt sind“ – in einem Fall waren es nach Informationen der Altmark-Zeitung kuschelig-warme 25 Grad. „Mit diesen Maßnahmen soll dem unnötigen Heizen entgegengewirkt werden“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Irritationen gab es kürzlich erst in Dannefeld. Dort hätten sich die Senioren, so berichtete Jutta Gadau während der jüngsten Ratssitzung, geweigert, sich im Dorfgemeinschaftshaus zu treffen, weil die Raumtemperatur bei nur noch 16 Grad gelegen habe. „Das ist vielleicht für die Sportgruppe, die sich ja bewegt, gut“, so Jutta Gadau, „aber nicht für eine gemütliche Seniorenrunde“.

Deshalb heißt es in dem Schreiben der Gardelegener Stadtverwaltung auch, dass es mehr als 19 Grad sein dürfen, wenn Veranstaltungen geplant seien. In diesem Fall „kann natürlich die Raumtemperatur erhöht werden.“ Aber: Die Verantwortlichen für die Dorfgemeinschaftshäuser sollen im Gegenzug darauf achten, dass nach dem Ende einer Veranstaltung „die Heizkörpereinstellung“ wieder angepasst „und somit unnötiges Heizen“ verhindert wird.

Soll heißen: Der Letzte, der den Raum verlässt, dreht das Thermostat herunter.

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