Ausstellungsbesucher in Gardelegen sollten sich trotzdem anmelden

Gedenkstätte: Kaum Wartezeiten

Mann vor Fenster
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Gedenkstättenleiter Andreas Froese muss regelmäßig Lüftungspausen anordnen.
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Im neuen Besucher- und Dokumentationszentrum muss regelmäßig gesondert gelüftet werden.

Gardelegen – Das Gebäude ist modern. Und hat rund vier Millionen Euro gekostet. Das neue Besucher- und Dokumentationszentrum im Eingangsbereich der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe bei Gardelegen, vor rund einem Jahr von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet, hat – wie so viele Neubauten – eine Besonderheit: Lüften ist schwierig. Geplant wurde der Bau noch weit vor Corona. Mit der Folge, dass das klassische „Fenster auf“, um durchzulüften und die Corona-Ansteckungsgefahr zu reduzieren, so nicht möglich ist. „Was wir öffnen können“, sagt der Leiter der Gedenkstätte, Andreas Froese, „sind die Eingangstür und die Notöffnungstüren“. Und so wird der Besucherstrom meist zur Mittagszeit für etwa eine Stunde unterbrochen, um frische Luft ins Gebäude zu lassen.

Besucher haben Verständnis

Wie Froese weiter erläutert, hätten die Besucher der Dauerausstellung aber Verständnis für die Hygienemaßnahmen. Dazu gehört das Tragen einer Mund-Nase-Maske während des Besuchs und eine vorherige Anmeldung auf der Internetseite der Landes-Gedenkstättenstiftung (www.stgs.sachsen-anhalt.de), um Wartezeiten zu vermeiden. Denn Vorrang haben jene Gäste, die zuvor feste Besuchszeiten gebucht haben.

Allerdings: Manch einer kommt auch ohne Voranmeldung. Denn ein Teil der Gedenkstätten-Besucher ist auf der Durchreise. „In diesem Sommer“, so bilanziert Andreas Froese, „haben wir viele Besucher gehabt, die auf der Fahrt zum oder vom Urlaubsort bei uns einen Stopp eingelegt haben“. Nicht selten Urlauber auf der Hin- oder Rückfahrt zur Ostsee und auch Fahrrad-Touristen. Und da sind vorherige Besuchszeiten oft nicht planbar.

Vorteil: Außengelände

Lange warten müsse aber niemand, hat Froese festgestellt, „vielleicht mal ein paar Minuten“, wenn die Ausstellung bereits von anderen Personen besucht wird. „Wir haben hier in Gardelegen den Vorteil, zusätzlich zu unserem Gebäude ein weitläufiges Außengelände zu haben.“ Dort gebe es grundsätzlich keine coronabedingten Einschränkungen. Wer also nicht sofort ins Ausstellungsgebäude hinein darf, der kann stattdessen die Überreste der Feldscheune und das Gräberfeld besichtigen oder sich die Informations-Tafeln am Wegesrand zu Gemüte führen.

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