Interessierte sollten sich vorher auf der Stiftungs-Internetseite anmelden

Gedenkstätte: Besucher von Berlin bis München

Mann vor Fenster
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Gedenkstättenleiter Andreas Froese empfängt wieder Besucher.
  • Stefan Schmidt
    VonStefan Schmidt
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Das Besucherzentrum auf der Gedenkstätte hat nach zweiwöchiger Pause wieder geöffnet.

Gardelegen – Das Besucherzentrum auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe bei Gardelegen ist seit dieser Woche wieder geöffnet. Nach wie vor gelten zwar die Corona-Regeln. Aber nach einer rund zweiwöchigen Schließung rund um den Jahreswechsel „erwarten wir wieder Besucher“, freut sich Gedenkstättenleiter Andreas Froese.

Nach wie vor gilt aber: Am besten sollte man sich auf der Internetseite der Landes-Gedenkstättenstiftung, die Trägerin der Einrichtung ist, anmelden. Dies ist unter www.stgs.sachsen-anhalt.de möglich. Vor allem für Gruppen ist dies zwingend nötig, wie Andreas Froese betont. Denn hält sich eine Gruppe im Gebäude auf, dann ist es für andere Besucher wegen der begrenzten Besucherzahl gesperrt.

Etwas anders verhält es sich bei Einzelpersonen oder beispielsweise bei Paaren. Auch da rät Andreas Froese zwar zu einer vorherigen Anmeldung, um eventuelle Wartezeiten zu vermeiden. Aber es sind auch Spontan-Besuche möglich – mit der Option, nötigenfalls etwas warten zu müssen. Aber in einem solchen Fall ist eine klassische Führung mit einer fachlichen Begleitung durch das Gedenkstätten-Personal meistens nicht nötig.

Anders verhält es sich bei Gruppen. Gibt es eine Voranmeldung, dann wird der Rundgang auch begleitet, gibt es spezielle Erläuterungen, die gerne auch individuell abgestimmt werden können, wie der Gedenkstättenleiter betont. „Da geht es dann um Themenschwerpunkte und eventuelle Vorkenntnisse.“ Mit anderen Worten: Einer Schulklasse muss man die Geschehnisse rund um den 13. April 1945, dem Tag des Feldscheunen-Massakers mit 1016 Toten, anders erklären als einer Seniorengruppe.

Terminvergaben für Besuchergruppen gibt es bereits bis zum Juni – davor sind aber auch noch Zeiten frei. Oft seien es auch Wiederholungstermine für ausgefallene Besuche während des Lockdowns im vergangenen Jahr, als das Besucherzentrum monatelang komplett geschlossen war, weiß der Gedenkstättenleiter.

Und woher kommen diese Gruppen? „Natürlich aus der Region“, sagt Andreas Froese, „aber nicht nur“. So hätte es schon zahlreiche Bundeswehrgruppen aus dem nahegelegenen Gefechtsübungszentrum (GÜZ) des Heeres bei Letzlingen gegeben, die die Dauerausstellung über das Feldscheunen-Massaker und die Todesmärsche zum Ende des Zweiten Weltkriegs besucht hätten. Und neuerdings gebe es auch vermehrt Anfragen seitens der Polizei. Aber auch der Großraum Berlin sei vertreten, bis hin zu einer Besuchergruppe aus München, die sich für dieses Jahr bereits angemeldet hat.

Die Öffnungszeiten des Besucherzentrums sind Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 15.30 Uhr – mit einer Lüftungspause von 12 bis 13 Uhr – sowie Freitag von 9 bis 13 Uhr.

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