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828 Ausländer in Gardelegen gemeldet

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Von: Stefan Schmidt

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Fabrik von außen.
Viele polnische Mitarbeiter sind bei Boryszew beschäftigt. © Stefan Schmidt

Drei Viertel aller im Stadtgebiet gemeldeten Ausländer leben direkt in Gardelegen.

Gardelegen – Jeder 27. Einwohner im Gardelegener Stadtgebiet, der hier registriert ist, hat einen ausländischen Pass. Das geht aus der Statistik des städtischen Ordnungsamtes, datiert zum Jahreswechsel, hervor. In absoluten Zahlen bedeutet dies: 828 der 22 339 Einwohner sind Ausländer. Und: Es gibt etwas mehr Männer, nämlich 420, als Frauen (408), die einen ausländischen Pass haben.

Etwas mehr als die Hälfte der ausländischen Mitbürger stammt aus einem EU-Land, nämlich 420 und damit 50,66 Prozent. Bei der anderen knappen Hälfte handelt es sich um Menschen von außerhalb der Europäischen Union, nämlich 408. Aus Nicht-EU-Ländern kommen vor allem Geflüchtete aus Ländern wie Syrien und Afghanistan, dazu auch etliche Menschen mit vietnamesischem Pass. Die größte Gruppe der EU-Ausländer, die in Gardelegen leben, stammt aus Polen – Gardelegens größter Arbeitgeber, der Automobilzulieferer Boryszew an der Stendaler Chaussee, befindet sich in polnischer Hand.

Die meisten Ausländer leben im Ortsteil Gardelegen, also in der Kernstadt. Es sind 642 und damit drei Viertel aller Ausländer auf dem Gebiet der Einheitsgemeinde. Der Ausländeranteil in Gardelegen liegt damit bei 6,52 Prozent und liegt damit am höchsten von allen 50 Ortsteilen. In Mieste leben 101 Ausländer (Anteil: 5,3 Prozent) und in Weteritz, das in dieser Statistik den dritten Platz einnimmt, sind es acht (Anteil: 4,5 Prozent). Insgesamt leben in 29 Ortsteilen des Gardelegener Stadtgebietes Ausländer – von einer Person bis zu jenen 642, die in Gardelegen wohnen.

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