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Standort für Grünschnittabfälle: Doch ein Container in Mieste?

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Von: Ina Tschakyrow

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Grünschnitt im Container
Einwohner aus Mieste wünschen sich einen Standort, um dort ihren Grünschnitt entsorgen zu können. © Maik Bock

Einwohner aus Mieste wünschen sich einen Standort für Grünschnittabfälle. Bereits vor Jahren wurde ein Wertstoffhof abgelehnt, da kein Standort gefunden wurde. Nun soll doch wieder nach einer Fläche gesucht werden.

Mieste – Die Blätter an den Bäumen verfärben sich langsam, das Laub fällt ab. Es ist „auch wieder die Zeit des Grünschnitts“, sagte kürzlich beim Miester Ortschaftsrat ein Einwohner. Und sprach damit „ein altes Thema“ an, wie er fortfuhr. Es fehlt ein Ablageort für Grünschnitt, kritisierte er. „Jeder hat einen Garten, ein großes Grundstück“, so der Miester weiter, aber „wohin mit dem Grünschnitt?“, fragte er und wollte wissen, ob ein Container als Ablagestelle möglich wäre, oder ob die Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel einen Standort für die Ablage des Grünschnitts zur Verfügung stellen könnte. „Bei unserer großen Gemeinde ist das eine Notwendigkeit“, verdeutlichte der Miester.

„Wir hatten das Thema schon“, erinnerte Ortschaftsratsmitglied Hans-Dieter Kregel. Einige Anwohner waren aber dagegen. Geplant war, dass ein Wertstoffhof als Außenstelle der Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel in Mieste-Nord entsteht. Dieser wäre nur zu bestimmten Öffnungszeiten nutzbar und nicht die ganze Woche geöffnet. Dieses Vorhaben wurde aber nach einem Vor-Ort-Termin im Herbst 2019 von einigen Anwohnern in Mieste-Nord abgelehnt. Daraufhin entschied die Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel, in Mieste keinen Wertstoffhof zu eröffnen.

Denn zuvor wurden bereits drei weitere Stellen als Standorte für solch einen Wertstoffhof, bei dem nicht nur Grünschnitt, sondern auch Elektroschrott, Bekleidung, Glas und anderer Müll entsorgt werden kann, überprüft. Vorgeschlagen wurden unter anderem eine Fläche vor dem Schützenhaus und bei dem ehemaligen Freibad. Problematisch bei der Suche nach einem Standort war auch, dass Mieste an das Landschaftsschutzgebiet Drömling grenzt und deswegen einige Standorte in der Ortschaft nicht möglich waren.

Insgesamt wurde drei Jahre nach einem Standort gesucht. Eine geeignete Fläche zu finden, sei schwierig, sagte Hans-Dieter Kregel, da auch die Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel das Vorhaben abgelehnt hatte. „Und wenn die nicht mitmachen, ist das schwierig“, erklärte Hans-Dieter Kregel.

Daraufhin schlug der Einwohner eine Unterschriftensammlung für das Vorhaben vor. Ortsbürgermeister Steffen Rötz informierte dazu, dass es damals auch eine Unterschriftensammlung gegen den Wertstoffhof gab. Ein anderer Einwohner schlug daraufhin vor, zu versuchen, auf einem städtischen Grundstück einen Container aufzustellen. „Das muss keine große Sammelstelle sein“, sagte der Miester und ein Container für Grünschnitt wäre ausreichend, Container für anderen Müll werden nicht benötigt. „Standorte wurden abgelehnt“, verdeutlichte nochmals der stellvertretende Bürgermeister Erik Wilke und erzählte, dass es damals sogar Anfeindungen gegen den Ortschaftsrat gab. Deswegen würde sich der Ortschaftsrat bei diesem Thema zurückhalten.

Es wurde sich darauf geeinigt, dass angefragt wird, welche kommunalen Flächen es gibt und wo ein Standort möglich wäre.

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