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Mandy Schumacher: „Die erbrachte Leistung wird bewertet“

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Von: Stefan Schmid

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Mandy Schumacher wurde am 6. März als Bürgermeisterin wiedergewählt. © Stefan Schmidt

Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher blickt auf ein besonderes Jahr 2022 zurück.

Gardelegen – Das abgelaufene Jahr 2022 war für Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher besonders. Denn im März stellte sie sich nach einer siebenjährigen ersten Amtszeit erneut zur Wahl. Die SPD-Frau, von der eigenen Partei nominiert, hatte nur einen Mitbewerber: AfD-Mann Simon Lansmann. Andere Parteien wie die CDU und die Linke verzichteten auf einen eigenen Kandidaten. Mandy Schumacher holte 84,94 Prozent und blieb somit Bürgermeisterin. Am Wahltag selbst war sie, wie sie selbst zugibt, sehr nervös. Warum, das erklärt sie mehr als ein halbes Jahr später im Gespräch mit der Altmark-Zeitung:

„Bei der ersten Wahl ist es so: Du bist ein relativ unbeschriebenes Blatt. Klar: Die Leute kennen einen, wissen aber nicht, wie man als Bürgermeister ist.“ Bei der zweiten Wahl gehe es hingegen vorrangig „darum, die Leistung zu bewerten, die man erbracht hat“. Darum sei sie „ganz schön aufgeregt“ gewesen. „Weil man nicht weiß, wie die Leute das einschätzen. Man hat immer viele, die sich viel beschweren. Wenige, die auch mal was Lobendes sagen.“ Einen echten Wissensstand habe man da in Wirklichkeit nicht. „Das ist auf jeden Fall aufregend gewesen.“ Mit dem dann erreichten Ergebnis gehe man durchaus selbstbewusst in eine zweite Amtszeit, gibt sie zu. Weil man das Votum der Wählerinnen und Wähler hinter sich wähnt.

Auch über die Wahlbeteiligung bei der Gardelegener Bürgermeisterwahl vom 6. März 2022 macht sie sich Gedanken. „Wenn ich bedenke, wie gering die Wahlbeteiligung ist, finde ich das gerade im kommunalen Bereich extrem schade.“ Nur 42,88 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme am Wahltag oder zuvor per Briefwahl ab. „Ein Bürgermeister ist immer Ansprechpartner, er oder sie ist immer da. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen in der Zukunft mehr darauf achten, wie wichtig diese Wahl ist“, äußert sich Mandy Schumacher dazu. „Es ist mir unverständlich, wie man da so eine geringe Wahlbeteiligung erzeugen kann. Das macht mich ein bisschen traurig.“ Ansonsten sei es für sie „natürlich ein sehr schönes Ergebnis“ gewesen.

Sie wisse aber auch, „dass es bei mehr Kandidaten eine größere Aufteilung der Prozente gegeben hätte.“ Aber es habe nun mal nicht mehr Kandidaten gegeben. Mandy Schumacher abschließend: „Dafür gibt es ja vielleicht auch Gründe. Es gab nicht unbedingt viele, die heiß darauf waren, gegen mich zu kandidieren.“

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