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Steigende Tendenz bei den Einwohnern

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Von: Stefan Schmidt

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Ortsschild von Taterberg
Taterberg bleibt der kleinste Ortsteil im Gardelegener Stadtgebiet © Stefan Schmidt

Die Zahl der Menschen, die im Gardelegener Stadtgebiet leben, hat sich leicht erhöht.

ardelegen – Kehrtwende bei der Einwohnerzahl: Im Gardelegener Stadtgebiet lebten zum Jahreswechsel mehr Menschen als zwölf Monate zuvor. Das geht aus der aktuellen Einwohnerstatistik hervor, die der Gardelegener Stadtverwaltung vorliegt.

Demnach hatten zum Stichtag 31. Dezember 2022 genau 22 424 Menschen ihren Erstwohnsitz im Stadtgebiet, das von Kahnstieg bis Seethen reicht. Das sind 85 Personen mehr als ein Jahr zuvor – was der aktuellen Einwohnerzahl von Siems entspricht. In den vergangenen Jahren sank die Einwohnerzahl im Stadtgebiet zwar stetig, meist aber nur sehr leicht. Große Einbrüche gab es nicht.

Ein möglicher Grund für den leichten Bevölkerungsanstieg sind die Ausländer. Im Jahr 2022 kamen auch Geflüchtete aus der Ukraine im Stadtgebiet an. Melden sie sich hier an, zählen sie als Einwohner. Aktuell gibt es im Stadtgebiet 1045 registrierte Ausländer, die hier ihren Erstwohnsitz haben – mehr als in den Jahren zuvor.

Im Gardelegener Stadtgebiet gibt es nicht weniger als 50 verschiedene Ortsteile. 25 davon, also genau die Hälfte, verzeichnen einen Einwohneranstieg. „Spitzenreiter“ ist dabei das kleine Polvitz mit einem satten Plus von 46 Prozent – 57 statt 39 Einwohner. Was vor allem am dortigen Kinderheim liegt, das unterschiedlich belegt ist. Weitere Orte mit einer positiven Einwohnertendenz sind der größte Ortsteil im Stadtgebiet, nämlich Gardelegen (plus 20), sowie Breitenfeld (plus 9), Dannefeld (plus 6), Eigenthum (plus 1), Estedt (plus 17), Jerchel (plus 6), Jeseritz (plus 10), Jävenitz (plus 12), Kloster Neuendorf (plus 6), Letzlingen (plus 1), Lindenthal (plus 6), Peckfitz (plus 1), Potzehne (plus 12), Roxförde (plus 6), Sachau (plus 2), Schenkenhorst (plus 1), Siems (plus 2), Taterberg (plus 1), Trüstedt (plus 7), Wernitz (plus 1), Weteritz (plus 2), Wollenhagen (plus 6) und Zichtau (plus 5).

Nach wie vor der nach Gardelegen größte Ortsteil ist Mieste mit aktuell 1891 Einwohnern (minus 13). Das zweitgrößte Dorf im Stadtgebiet nach Mieste bleibt Letzlingen mit 1411 Einwohnern. An dritter Dorf-Stelle liegt Jävenitz mit 906 Bewohnern, gefolgt von Miesterhorst (599), Solpke (505) und Kloster Neuendorf, wo genau 400 Menschen leben.

Der kleinste Ortsteil bleibt Taterberg, wo es aber einen Einwohner mehr gibt als noch vor Jahresfrist. Dort leben 17 Menschen. An vorletzter Stelle liegt Eigenthum, das zu Jeggau gehört, mit gerade mal 19 Bewohnern (ebenfalls plus 1). Die Drömlings-Kolonie Kahnstieg westlich von Dannefeld zählt als drittkleinster Ortsteil gerade mal – unverändert – 20 Einwohner.

14 Ortsteile – und damit fast jedes vierte Dorf – haben weniger als 100 Einwohner. Und: Knapp die Hälfte aller Einwohner lebt direkt in Gardelegen, nämlich 9915 von insgesamt 2 424. Das sind 44,2 Prozent.

Hinzu kommt: Es gibt im Gardelegener Stadtgebiet etwas mehr Frauen als Männer. Konkret: 5052 Einwohner sind weiblichen Geschlechts, 4862 – und damit 190 weniger – sind Männer. Dazu kommt noch eine Person ohne Geschlechtsangabe.

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