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Bald neues Leben im Gardelegener Bahnhof?

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Von: Stefan Schmidt

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Gebäude von außen
Der Gardelegener Bahnhof steht leer © Stefan Schmidt

Das Gardelegener Bahnhofsgebäude soll modernisiert werden.

Gardelegen – „Es wird Zeit, dass wir anfangen.“ Christian Schulz aus Tangermünde sprach diese Worte am Montagabend im Gardelegener Bauausschuss. Und zwar über jenes Gebäude, dessen Eigentümer er ist: den Gardelegener Bahnhof. Dieses Gebäude, das seit vielen Jahren leer steht und alles andere als ein optischer Hingucker ist, soll wieder mit Leben erfüllt werden. Was genau er vorhat, stellte Christian Schulz den Kommunalpoilitikern im Rathaussaal vor.

Noch in diesem Jahr plant der Eigentümer die Sanierung der Gebäudehülle. „Im Frühjahr“, so hofft er, könne es mit diesen ersten Arbeiten losgehen, die dann im Herbst beendet sein könnten. Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung sei da, auch alle anderen Unterlagen seien vorhanden und „die Handwerker warten darauf, das es losgeht“, erzählte der Mann aus Tangermünde, der auch schon das Bahnhofsgebäude in Salzwedel besitzt und modernisiert hat.

Hat der Gardelegener Bahnhof endlich ein neues Aussehen in Form einer neuen Hülle inklusive eines neuen Dachs – das jetzige Dach besteht auch aus Asbest – , dann gebe es eine Eigenentwicklung. Das habe er am Beispiel des Salzwedeler Bahnhof festgestellt, berichtete er. Dann würde es positive Reaktionen geben.

Das Innere des Gardelegener Bahnhofsgebäudes soll später ebenfalls saniert werden. Derzeit gibt es dort keinen Zugang. „Zum Glück hat es dort bisher auch fast keinen Vandalismus gegeben“, atmete Christian Schulz am Montagabend erleichtert auf.

Drinnen soll es Toiletten geben. Auch für jene, die auf dem Bahnhofsvorplatz auf die Busse warten, vor allem Schüler. Als der Eigentümer vor wenigen Tagen nochmals vor Ort war, hätten sich zahlreiche Schüler bei ihm erkundigt und würden sich freuen, wenn sich im Gebäude etwas tun würde, erzählte er. Darüber hinaus hofft er auf eine „kleine Gastronomie“ im Wartebereich und auf die Möglichkeit, dort auch Fahrkarten zu verkaufen.

Und der Palmenssaal? Für den einst wunderschönen historischen Saal am östlichen Ende des Gebäudekomplexes gibt es zwar keine konkreten Pläne. Aber sollte sich ein Interessent melden, der Ideen für das Objekt hat, wäre er natürlich gesprächsbereit, versichert Christian Schulz. Und für das Obergeschoss des Bahnhofs gebe es einen Interessenten, der dort Büroräume nutzen will, verriet er.

Der Eigentümer hofft generell auf Fördergeld und kooperiert deshalb mit dem städtischen Sanierungsträger, der SALEG. Positiv sei, dass die Bahn die Bahnsteige am Gardelegener Bahnhof ab dem Jahr 2023 modernisieren und barrierefrei machen will. Das würde dann das neue Gesamtbild abrunden, freut sich Christian Schulz.

Die Mitglieder des Gardelegener Bauausschusses nahmen die Pläne zur Modernisierung des Bahnhofsgebäudes wohlwollend zur Kenntnis.

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