„Das passiert immer häufiger“ / Geldbuße droht

Illegal abgeladener Müll beschäftigt Gardelegens Stadt-Mitarbeiter

Plastikmüll in einem Sack, gleich neben dem Papierkorb an der Stendaler Straße.
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Plastikmüll in einem Sack, gleich neben dem Papierkorb an der Stendaler Straße.
  • Stefan Schmidt
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Gardelegen – „Unsere Mitarbeiter fahren mit wachen Augen durch die Stadt“, sagt Florian Kauer vom städtischen Ordnungsamt. Was sie sehen, ist oft Müll, der vor allem an Bushaltestellen im Gardelegener Stadtgebiet abgelagert wird.

Und das nicht selten direkt neben den Papierkörben.

Wie oft und teils mehrfach pro Woche an der Bushaltestelle vor Edeka an der Stendaler Straße. Dort entdeckten die städtischen Mitarbeiter erst vor wenigen Tagen säckeweise Müll. „Wir erhalten von dort auch häufig Anrufe von besorgten und empörten Anwohnern“, weiß Florian Kauer. Wer bei dieser illegalen Müllentsorgung ertappt wird, der muss mit einer Geldbuße rechnen.

Deutsche Wertarbeit, achtlos weggeschmissen: Ein Grundig-Farbfernseher am Wendehammer hinter der Repo-Zufahrt im Osten Gardelegens.

Denn dabei handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Das Problem: Der Müllentsorger muss direkt vor Ort, also auf frischer Tat, erwischt werden. „Und das ist oft sehr schwer möglich“ weiß Florian Kauer. Sollte aber ein Umweltverschmutzer tatsächlich erwischt werden, dann würde die Stadt dies „konsequent mit einer Geldbuße“ ahnden. Im besagtem Fall an der Stendaler Straße stand neben dem Papierkorb ein Sack mit Plastikmüll. Die Papierkörbe selbst, so heißt es aus dem Ordnungsamt, würden zweimal pro Woche von einer beauftragten Firma geleert. Der daneben abgeladene Müll müsse jedoch gesondert entsorgt werden, erklärt dazu nochmals Florian Kauer. Diese illegale Müllentsorgung geschehe „immer häufiger“.

Aber auch an anderen Stellen wird unerlaubterweise entsorgt. So an dem besonders „beliebten“ Wendehammer im Osten der Stadt, in Verlängerung der Zufahrt zum Repo-Markt. Dort haben Kauer und seine Mitarbeiter regelmäßig zu tun, um Müll – auf Kosten des Steuerzahlers – einzusammeln und zu entsorgen. Aktuell liegt dort ein Grundig-Fernseher im Graben. Deutsche Wertarbeit, achtlos weggeschmissen.

VON STEFAN SCHMIDT

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