SPD-Politiker Jürgen Barth und Rüdiger Erben im Revierkommissariat zu Gast

In Gardelegen: „Ich fühle mich hier sicher“

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Die SPD-Landespolitiker Rüdiger Erben (rechts) und Jürgen Barth (2. von links) besuchten das Revierkommissariat Gardelegen und informierten sich bei Revierleiter Sebastian Heutig (2. von rechts) und den amtierenden Kommissariatsleiter Andreas Bläsing über die aktuelle Polizeiarbeit.

lam Gardelegen. Zweimal im Jahr besucht der SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Barth die Polizei-Dienststellen im Altmarkkreis Salzwedel, um sich vor Ort über die Revierarbeit zu informieren. Vor einigen Tagen war er dafür im Revierkommissariat Gardelegen zu Gast.

Mit dabei war auch Rüdiger Erben, der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Und beide schauten sich zunächst die moderne Raumschießanlage an, die erst vor kurzem mit Innenminister Holger Stahlknecht eingeweiht wurde.

Anschließend informierte sie Sebastian Heutig, Leiter des Polizeirevieres Salzwedel, über die aktuelle Polizeiarbeit in der Region. Dazu gehöre auch, Präsenz zu zeigen, um den Bürgern ein Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Das sei vor allem auf dem Land sehr wichtig – auch wenn es, wie er betonte, im Altmarkkreis keinen Kriminalitätsschwerpunkt gibt. Das zeigten auch die statistischen Zahlen aus den vergangenen Jahren. „Ich fühle mich hier sicher. Punkt“, machte er deutlich. Deshalb sei man auch sehr froh, neben dem Reviersitz in Salzwedel und dem Revierkommissariat in Gardelegen auch die Außenstelle des Polizeireviers in Klötze erhalten zu haben. Denn die Bürger, so Heutig, brauchen eine Anlaufstelle vor Ort. Als Ansprechpartner seien dabei auch die zwölf Regionalbereichsbeamten im Altmarkkreis sehr gefragt und gefordert. Ihre Hauptaufgabe liege bei der Prävention.

Allerdings werden sie auch, wie Andreas Bläsing, amtierender Kommissariatsleiter in Gardelegen, sagte, bei personellen Engpässen mit in der normalen Polizeiarbeit eingesetzt. Die Personallage sei schon eine „dramatische Situation“, machte er gegenüber den beiden Landespolitikern deutlich, was diese auch wissen. Das Land versuche schon gegenzusteuern, erklärte Barth. Das Problem laut Erben ist allerdings, dass die Beamten auch in die Altmark wollen müssen. Ein Großteil der Polizeianwärter, die in Aschersleben ausgebildet werden, seien keine Landeskinder, die zumeist wieder in ihre Heimat zurückwollen. Deshalb sei es wichtig, sie für ihre Praktika an vielen Orten im Land einzusetzen und ihnen vor Ort zu zeigen, wie attraktiv der Beruf auch als „Dorfpolizist“ ist. Deshalb sehen Bläsing und Heutig den Plan, die Berufseinsteiger für drei Jahre an einen Standort zu binden, als guten, ersten Schritt an. Denn der Zeitraum ist überschaubar und biete eine gewisse Planungssicherheit für die Polizisten.

Und Nachwuchs wird dringend gebraucht. Denn von den derzeit 160 Mitarbeitern im Revier Salzwedel, die für eine Fläche von 2300 Quadratkilometern mit mehr als 86 000 Einwohnern verantwortlich sind, gehen im nächsten Jahr 20 in den Ruhestand. Ein Jahr drauf noch einmal soviele.

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