Neue Sitzgelegenheit nahe Mieste / Hilfe bei Schautafeln / Initialzündung mit Blick auf das Drömlingsfest

Hunderte Stunden für den Tourismus

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Probesitzen: Mit Sekt und Saft stoßen die Mitglieder des Fremdenverkehrsvereins Mieste und Anlieger auf die neue überdachte Sitzgelegenheit an.

Mieste. Im Naturpark den sanften Tourismus zu stützen und zu fördern sowie neue Maßstäbe zu setzen, um den Drömling attraktiver zu gestalten: Das haben sich die Mitglieder des Fremdenverkehrsvereins Mieste auf ihre Fahnen geschrieben.

Rund um den Naturlehrpfad wurde 18 Bänke und Tische grundhaft saniert oder komplett erneuert. Das passierte mit materieller Unterstützung durch die Naturparkverwaltung.

„In diesem Zusammenhang haben wir auch 18 Gerüste der Schautafeln mit Holzschutzlasur behandelt. Für die Sanierung der Informationen auf den Tafeln ist allerdings die Naturparkverwaltung verantwortlich“, sagte Matthias Nestler, Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins. Etwa 250 Stunden ehrenamtliche Arbeit wurden geleistet.

Der Fremdenverkehrsverein übergab am Freitag in Anwesenheit von Mitgliedern, Anliegern und Mitarbeitern der Naturparkverwaltung am Deutschen Eck eine neue überdachte Sitzgruppe. Bürgermeisterin Mandy Zepig würdigte das Engagement mit einem Grußschreiben. „Wo der Friedrichskanal in die Ohre fließt, befinden wir uns an einer der schönsten Stellen im Drömling. Viele Radfahrer oder auch Wanderer kommen hier vorbei. Auf Initiative von unseren Mitgliedern entstand deshalb die Idee, an diesem neuralgischen Punkt eine neue überdachte Sitzgruppe aufzubauen, um sich dort wettergeschützter als an anderen Orten aufhalten zu können“, sagte Matthias Nestler.

350 freiwillige Stunden wurden in das Bauen und Aufstellen investiert. Die Stadt Gardelegen, ABS Drömling und NPV sowie andere, dem Verein wohlgesonnene Firmen, hatten Material zur Verfügung gestellt und unter anderem mit Schweißarbeiten unterstützt. „Fachliche Anleitung bekamen wir von Hermann Klein. Der 84-jährige Zimmermann hat damit maßgeblichen Anteil daran, dass so eine Sitzgruppe entstehen konnte. Auch an einen Fahrradständer haben wir gedacht“, so der Vereinschef.

Die Hütte steht zum Teil auf dem Grundstück des Wieseneigentümers, der dem Fremdenverkehrsverein für sein Vorhaben aber grünes Licht erteilt hat. Auch von den anderen zuständigen Ämtern und Institutionen wurden die Genehmigungen erteilt. Beräumt wird das Areal im Hintergrund der Sitzgelegenheit allerdings nicht. Es soll Vögeln, Kleinsäugern, Insekten und anderen Bodenbrütern Unterschlupf zum Nisten geben.

Bei der Einweihungszeremonie sagte Matthias Nestler: „Diese Aktion wollen wir als Initialzündung in Vorbereitung des Drömlingsfestes in Kunrau sehen und die umliegenden Drömlingsgemeinden, Vereine, Interessengruppen oder Privatpersonen auffordern, Gleiches in ihrer Region zu tun.“ Gerade in Richtung Kunrau zur Ohre von Dannefeld aus kommend, wären die Sitzgelegenheiten gänzlich verschwunden oder in einem jämmerlichen Zustand. „Da muss im Hinblick auf das Drömlingsfest unbedingt und möglichst schnell etwas passieren“, sagte Matthias Nestler, der in dem Vorbereitungskommitee gern mitmachen möchte: „Das Fest soll im Juni 2019 sein. Die Zeit bis dahin erscheint mir sehr kurz. Deshalb gilt es sich rechtzeitig zu positionieren, wie die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung aussehen und welchen Sinn und Zweck das Drömlingsfest haben soll. Nichts ist schlimmer, als wenn das in die Hose geht.“

Von Renate Heinze

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