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Hoffnung auf eine neue Maßnahme

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Bei der „Miniaturwelt Altmark“ – das Bild zeigt Ralf Knoche beim Bau einer Mini-Ausgabe des Kalbenser Gerätehauses – handelt es sich um eine altmarkweit bislang einmalige Maßnahme unter Regie der Bildung und Beruf Plus GmbH. Eine neue könnte nun hinzukommen.

Kalbe - Von Conny Kaiser. In Kalbe gibt es Hoffnung auf eine weitere große, von der Arbeitsagentur geförderte Maßnahme, für die schon Gespräche mit möglichen Teilnehmern geführt worden sind. Sie soll am 1. Juli beginnen und wird durch den Träger, die Bildung und Beruf Plus GmbH, auch entsprechend vorbereitet. Allerdings: Der Bewilligungsbescheid steht noch aus.

„Miniaturwelt Altmark“: Dies ist inzwischen ein Begriff in Kalbe. Im dortigen Kulturhaus werden seit November 2009 unter der Regie der Bildung und Beruf Plus GmbH Mini-Ausgaben ortsprägender Gebäude gefertigt. Diese können im Kulturhaus selbst oder bei Sonderveranstaltungen wie dem Blumenfest bestaunt werden. 40 Frauen und Männer sind hier nach der so genannten Entgeltvariante tätig.

Und es könnte eine weitere Maßnahme hinzukommen. Eine, die denselben Träger hat, die sich aber anderen Aufgaben widmen würde. Die Vorbereitungen laufen. Denn am 1. Juli, so ist die Bildung und Beruf Plus GmbH informiert, soll der Startschuss fallen. „Die Maßnahme ist allerdings noch nicht bewilligt. Deshalb können noch keine näheren Auskünfte dazu gegeben werden“, so Marion Hesse, die gestern im Auftrag der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Stendal mit der AZ sprach. Sie bestätigte jedoch, dass bereits eine Teilnehmerrekrutierung erfolgt sei, dass es sich dabei aber erst um eine Art Vorinformation gehandelt habe. Denn es müsse ja ein Bewerberpool bereitstehen.

Nach AZ-Information sollen 20 Erwerbslose in die auf sieben Monate ausgelegte Maßnahme integriert werden. Diese soll sich sowohl in einen Hauswirtschafts- als auch einen Kreativbereich aufteilen, wobei es vorrangig darum gehen soll, Schlüsselkompetenzen zu vermitteln. Doch was verbirgt sich dahinter? „Wenn jemand bereits viele Jahre zu Hause ist“, so Anneliese Brauns, Bereichsleiterin der Bildung und Beruf Plus GmbH, „dann ist es für ihn schwierig, gleich in den ersten Arbeitsmarkt einzusteigen.“ Das fange schon bei der Regelung des Tagesablaufes an, umfasse aber auch bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Außenstehenden oft selbstverständlich erscheinen mögen, die aber nun einmal längst nicht von jedem beherrscht würden. Deshalb solle hier auch eine sozialpädagogische Begleitung erfolgen.

Hinzu kommt, dass mit der neuen Maßnahme auch etwas Sichtbares geschaffen werden soll. Zum Beispiel im dekorativen Bereich. So wie die Objekte der „Miniaturwelt Altmark“ für jeden sichtbar – und beeindruckend – sind. Dieses Projekt übrigens läuft vorerst bis Oktober. Sollte auch die neue Maßnahme bewilligt werden, würden beide parallel vonstatten gehen. Im Kulturhaus. Räume gibt es dort genug.

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