Aus Torwächter wird Teichwächter

Hölzerne Figur soll am Letzlinger Angelteich noch aufgerichtet werden

Blick zum Himmel: Der hölzerne Torwächter hat seinen Altersruhesitz am Letzlinger Angelteich gefunden. Nun soll er zumindest teilweise aufgerichtet werden, damit aus dem Torwächter ein Teichwächter wird.
+
Blick zum Himmel: Der hölzerne Torwächter hat seinen Altersruhesitz am Letzlinger Angelteich gefunden. Nun soll er zumindest teilweise aufgerichtet werden, damit aus dem Torwächter ein Teichwächter wird.

Letzlingen – Sie habe wochenlang Mitleid mit dem Kerl gehabt. Das berichtete Letzlingens Ortsbürgermeisterin Regina Lessing während der Sitzung des Ortschaftsrates am Dienstagabend.

Und meinte den hölzernen Torwächter, der zuletzt auf der Fläche vor der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Südliche Altmark am Hopfentunnel lag.

„Er guckte immer so traurig die Sterne an“, weil der vom Pilzbefall zerfressene Torwächter auf dem Rücken lag. Deshalb sorgten Regina Lessing und Mitglieder des Letzlinger Anglervereins dafür, dass dieser Torwächter, der jahrelang vor dem Salzwedeler Tor in Gardelegen als Hingucker und beliebtes Fotomotiv diente, „mit schwerer Technik“, wie die Ortsbürgermeisterin erläuterte, vom VG-Gelände an das Angelrevier bei Letzlingen gebracht wurde.

Mit Unterstützung der Gardelegener Stadtverwaltung wurde der vier Tonnen schwere Koloss an die Faule Breite, dem Angelteich der Letzlinger Petrijünger, transportiert – unversehrt was angesichts seines halb zerfressenen Zustands keine Selbstverständlichkeit war. „Nun kann er dort seinen Lebensabend verbringen“, wurde Regina Lessing fast schon melancholisch.

Allerdings: Auch in Letzlingen schaut der Torwächter nicht etwa auf das Gewässer, sondern hinauf zu den Sternen. Weil er, wie schon auf dem VG-Gelände, auf dem Rücken liegt. Ein Aufstellen dürfte angesichts seines porösen Zustands kaum noch möglich sein. Aber die Angler, so berichtete die Ortsbürgermeisterin, wollen versuchen, ihn etwas aufzurichten. „Damit aus dem Torwächter endgültig ein Teichwächter wird“, er also direkt auf das Angelgewässer schauen kann. Ein Kostenvoranschlag soll Klarheit über die Summe, die dafür nötig ist, bringen. Und danach – aber eben erst dann – könne man im Letzlinger Ortschaftsrat über eine eventuelle finanzielle Unterstützung reden, schlug die Ortsbürgermeisterin vor.

VON STEFAN SCHMIDT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare