Hinweisschilder fehlen

Gardelegen – von Stefan Schmidt Sie hat enorme Vorteile, die Umgehungsstraße um Gardelegen. Der Durchgangsverkehr muss sich nicht mehr, wie noch in den 1990-er Jahren, durch die Innenstadt quälen. Doch auch einen Nachteil hat die Umgehungsstraße: Es gibt kein Hinweisschild auf touristische Besonderheiten in der Stadt.

Das bemängelte Hannelore von Baehr, die Vorsitzende der Fraktion der Freien Liste im Gardelegener Stadtrat, während der ersten Bauausschuss-Sitzung am Montagabend. „Ein solches Schild fehlt ganz einfach“, erklärte sie im Rathaussaal. Ein brauner Wegweiser, der beispielsweise auf die historische Altstadt in Gardelegen verweist.

Eine solche Hinweistafel gebe es beispielsweise in Stendal, an der B188 aus Richtung Gardelegen kommend. Warum es so etwas nicht auch in Gardelegen gebe, wollte sie wissen. „Wir haben doch auch eine historische Altstadt.“ Zumal in wenigen Monaten der Sachsen-Anhalt-Tag in Gardelegen stattfindet, man mit diesem Pfund zusätzlich wuchern könne. Statt des offiziellen Mottos „Auf allen Wegen – ab nach Gardelegen“ werde es dann eher „auf allen Wegen – vorbei an Gardelegen“ heißen, so Hannelore von Baehrs Befürchtung.

Erwin Benecke, der stellvertretende Bauamtsleiter, erläuterte, dass man schon mehrfach im Landesbetrieb Bau, der für die Gardelegener Umgehungsstraße zuständig ist, vorstellig geworden sei, um genau solche Hinweisschilder einzufordern. „Wir haben das schon öfter probiert“ so Benecke. Doch jedes Mal sei das Anliegen der Stadt abschlägig beschieden worden. „Das ist immer abgelehnt worden“, so Benecke.

Und er machte der Runde auch wenig Hoffnung, dass sich dies ändern werde. Was Hannelore von Baehr nicht versteht. „Was woanders möglich ist“, erklärte sie mit Blick nach Stendal, „soll bei uns nicht erlaubt sein?“, wunderte sie sich.

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