Vorbestraft / Es waren am Ende zwölf Autos

Hemstedt: Irrfahrer vom 21. Oktober kommt in U-Haft nach Uchtspringe

Zwölf Autos hatte der Irrfahrer am 21. Oktober gerammt, bevor seine Flucht auf einem Acker bei Hemstedt endete. Nach seinem derzeit noch andauernden Krankenhaus-Aufenthalt kommt er in Untersuchungshaft.
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Zwölf Autos hatte der Irrfahrer am 21. Oktober gerammt, bevor seine Flucht auf einem Acker bei Hemstedt endete. Nach seinem derzeit noch andauernden Krankenhaus-Aufenthalt kommt er in Untersuchungshaft.

Hemstedt – Der 43-jährige Autofahrer, der am 21. Oktober in den Nachmittagsstunden nach einer Verfolgungsjagd von der Kugel aus der Dienstwaffe eines Polizisten schwer verletzt worden ist (wir berichteten), hatte zuvor nach bisherigem Erkenntnisstand der Polizei zwölf Fahrzeuge gerammt.

Das erklärt Joachim Albrecht, Pressesprecher der Polizeidirektion in Stendal.

Den Anfang nahm die Fahrt des Mannes aus Baden-Württemberg an einer Tankstelle in Klötze. Dort, am Ortsausgang in Richtung Schwiesau, beschädigte der Wagen des mutmaßlichen Täters ein dort befindliches Fahrzeug. Anschließend brauste der Fahrer über Schwiesau und Zichtau offenbar auf die B 71 und verursachte auf der Dorfstraße in Berge einen weiteren Unfall, in dessen Folge er auf ein unbeteiligtes Fahrzeug mit einer Metallkette eindrosch – im Auto saß eine vierköpfige Familie, darunter zwei Kinder. Bevor er sich auf einem Acker bei Hemstedt, von der Polizei umstellt, in seinem Wagen einschloss und sich der Schuss aus der Polizei-Dienstwaffe löste, hatte der Mann im Verlauf seiner rund 22 Kilometer langen Irrfahrt in mehreren Ortschaften insgesamt zwölf Autos gerammt, darunter ganz am Ende auch ein Polizeifahrzeug.

Nach Angaben von Albrecht sei der Mann, der immer noch in der Uni-Klinik Magdeburg liegt, mittlerweile zwar vernehmungsfähig, verweigere aber jegliche Kooperation und sage auch nicht aus. Er habe mittlerweile einen Anwalt eingeschaltet. Das Auto des Irrfahrers hatte ein Lörracher Kennzeichen – Lörrach liegt unmittelbar an der Grenze zur Schweiz. Warum der Mann sich am Tag seiner Irrfahrt überhaupt in der hiesigen Region aufhielt und ob er irgendwelche Verbindungen in die Altmark hat, das sei wegen seiner Verweigerungshaltung immer noch nicht geklärt, erläutert Albrecht – der Fahrer ist wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aus der Vergangenheit bereits einschlägig vorbestraft. Auch deshalb wird er nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus, so hat das Amtsgericht Gardelegen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stendal angeordnet, in Untersuchungshaft kommen. Und zwar nach Uchtspringe.

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