Jahreshauptversammlung der Gardelegener Feuerwehr: 133 Einsätze im abgelaufenen Jahr

Heinz Hamann geht von Bord

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Während der Jahreshauptversammlung der Gardelegener Feuerwehr gab es auch zahlreiche Auszeichnungen und Beförderungen.

Gardelegen. „So ein Großeinsatz kann die Feuerwehren zusammenschweißen.“ Das sagte Bert Juschus, der stellvertretende Kreisbrandmeister, nachdem Gardelegens Wehrleiter Hendrik Lehmann in seinem Jahresbericht nochmals auf den Großbrand bei Frapa-Plast Ende Mai eingegangen war.

Während der Jahreshauptversammlung der Gardelegener Feuerwehr stand dieser Mammut-Einsatz, der größte seit vielen Jahren, im Mittelpunkt vieler Reden. Und nicht nur Bert Juschus fand lobende Wort für die Arbeit aller Wehren rund um diesen Brand.

Heinz Hamann war viele Jahre lang Gerätewart im Feuerwehr-Gerätehaus. Nun ist er in den Ruhestand gegangen.

Hendrik Lehmann selbst äußerte sich angetan davon, dass an jenem Abend innerhalb von nur 30 Minuten nicht weniger als 46 Einsatzkräfte der Gardelegener Ortsfeuerwehr vor Ort waren. Das sei eine beachtliche Leistung, lobte er die Aktiven. Und auch Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig, oberste Dienstherrin der Brandschützer, hob vor allem das Engagement rund um den Frapa-Plast-Brand hervor. Aktuell hat die Gardelegener Feuerwehr 60 Einsatzkräfte – drei mehr als vor Jahresfrist. Ein solches Plus an Aktiven ist bei Feuerwehren der Region nicht die Regel. Das Durchschnittsalter der aktiven Truppe liegt bei 34,3 Jahren.

Im abgelaufenen Jahr gab es insgesamt 133 Einsätze für die Gardelegener Wehr. „Wir hatten wieder etwas mehr zu tun als in den Jahren zuvor“, erklärte Hendrik Lehmann dazu. Besonders war an 2017, dass es nach Angaben des Wehrleiters „nicht einen Waldbrand abzuarbeiten“ galt. Dafür habe man „vermehrt mit Wohnungsbränden zu tun gehabt“. Auch die Zahl der Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen habe sich auf 18 erhöht. Dies wollte Lehmann dennoch nicht negativ sehen. Denn in fünf weiteren Fällen seien reelle Brände durch Brandmeldeanlagen weitergegeben worden.

Besonders geehrt wurde Heinz Hamann. Der langjährige Gerätewart, der schon zu DDR-Zeiten im Gerätehaus aktiv war und so etwas wie die „gute Seele“ der Gardelegener Feuerwehr ist, hat sich in den Ruhestand verabschiedet und bekam einen Präsentkorb überreicht.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung gab es auch Beförderungen. Feuerwehrmannanwärter sind Felix Hitz und Jan Haberland. Zu Feuerwehrmännern/-frauen befördert wurden Falk Kasseja, Lisa Eulenberg, Ina Jungnickel und Bernd Werner. Nick Enseleit ist Oberfeuerwehrmann, Björn Segler 1. Hauptfeuerwehrmann. In Abwesenheit zum Brandmeister wurde außerdem Alexander Junge befördert.

Für langjährige Dienste wurden am Sonnabend im Versammlungsraum des Gardelegener Gerätehauses geehrt: Manuel Schmiedel (zehn Jahre), Torsten Hintze und Caterina Junge (jeweils 20 Jahre) sowie Burkhard Werner, der seit vier Jahrzehnten Mitglied in der Gardelegener Feuerwehr ist.

Von Stefan Schmidt

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