Dorfchefs und Verwaltung einigen sich

DGH-Papier: Die Hauptpunkte sind unstrittig

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In manchen Dorfgemeinschaftshäusern – wie hier in Breitenfeld – gibt es auch einen Küchentrakt. Wer diesen kostenlos nutzen darf und wer bezahlen muss, soll eine neue Satzung regeln.

Gardelegen. Im neuen Jahr soll es soweit sein. Dann werden die Gardelegener Stadträte ein durchaus emotionales, weil fast alle Dörfer betreffendes Thema auf der Tagesordnung haben: Die flächendeckende Entgelt- und Nutzungssatzung für die Dorfgemeinschaftshäuser und weiterer kommunale Räume in den Ortsteilen des Gardelegener Stadtgebietes.

In einer internen Ortsbürgermeisterrunde hatten diverse Dorfchefs bereits ein Positionspapier erarbeitet (wir berichteten), das auch Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig vorgelegt wurde. Bei einer neuerlichen Runde der Ortsbürgermeister mit Zepig in der vergangenen Woche, so berichtet die hauptamtliche Bürgermeisterin, habe man grundsätzlich Einigung über die Eckpunkte dieses Positionspapiers erzielen können. „Ich bin optimistisch“, sagt sie, „dass das Thema bald vom Tisch ist. “ Dass also nicht mehr allzu lange und langwierig diskutiert wird. Im Gegensatz zur Trauerhallen-Diskussion vor mehr als einem Jahr könnte das Thema also ohne größere Zeitverschiebung beschlossen werden – wenn denn die Stadträte, von denen einige auch Ortsbürgermeister sind, mitspielen.

Einigung unter den Dorfchefs und der Verwaltung besteht darin, dass es drei unterschiedliche Preise für die Nutzung der Räumen gebe soll. Und zwar abhängig von der Größe der Räume. Dort, wo nur ein Dutzend Stühle vorhanden sind, muss ein Nutzer demnach weniger bezahlen als in Dorfgemeinschaftshäusern, die teilweise für mehr als 100 Besucher ausgelegt sind.

Ein zweiter Punkt: Es soll keinen getrennten Sommer- und Wintertarif geben. Die Nebenkosten sind im Pauschalpreis enthalten – es wird also keine Einzelabrechnungen und somit auch keine krummen Summen geben.

Dritter Punkt, über den nach Aussage von Zepig weitestgehend Einigkeit besteht: Wer darf die Räume kostenlos nutzen und wer muss bezahlen? Auch da gibt es eine Grundlinie: Nichtkommerzielle und gemeindliche Veranstaltungen bleiben kostenfrei. Private und kommerzielle Nutzungen müssen bezahlt werden. Dies gilt also für Familienfeiern genauso wie beispielsweise für Musikveranstaltungen privater Anbieter. Die Rentnerweihnachtsfeier ist demnach ebenso kostenfrei wie Sitzungen von Feuerwehr und örtlichen Vereinen.

Von Stefan Schmidt

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