Gesamtverkehrswert von fünf Millionen / Am 22. April im Amtsgericht

Hanse-Center in Gardelegen wird zwangsversteigert

Das Hanse-Center in Gardelegen befindet sich am Buschhorstweg.
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Mit dem Bau des Hanse-Centers wurde 1995 begonnen, die Einweihung fand 1996 statt. Mittlerweile gibt es viel Leerstand.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Das Hanse-Center und eine gegenüberliegende Handels- und Dienstleistungsfläche in Gardelegen werden zwangsversteigert. Es geht um viel Geld, denn der Gesamtverkehrswert beläuft sich auf etwa fünf Millionen Euro.

Gardelegen – Die Zwangsversteigerung findet am 22. April um 10 Uhr im Gardelegener Amtsgericht statt. Diese gehe nicht auf die Stadt Gardelegen zurück, denn die Stadt habe keinen Antrag für die Zwangsversteigerung gestellt, teilt Bürgermeisterin Mandy Schumacher auf Nachfrage der AZ mit. Initiator der Zwangsversteigerung ist die Berliner Sparkasse, die aber nähere Angaben wegen des Bankgeheimnisses nicht machen könne, teilt Pressesprecher Alexander Greven auf Anfrage der AZ mit.

Bei der Zwangsversteigerung geht zunächst um das Areal des Hanse-Centers, das nur etwa zur Hälfte vermietet ist. Das Objekt besteht aus 18 Einheiten, unter anderem gibt es dort einen Lebensmittelmarkt, einen Friseur, einen Blumenladen, eine Apotheke und verschiedene Modegeschäfte. In den vergangenen Jahren wurden leer stehende Einheiten vermietet, zuletzt zogen AWG, Action und Woolworth ein. Als diese möglichen neuen Gewerbeansiedlungen bekannt wurden, gab es vor drei Jahren zunächst Kritik, da die neuen Geschäfte mit den Läden in der Innenstadt konkurrieren könnten. Der Stadtrat hatte zuvor die Fortschreibung des städtischen Einzelhandelskonzeptes beschlossen. In diesem Konzept steht, dass jenes Sortiment, das es bereits in der Innenstadt gibt, nicht noch woanders entstehen soll. Bürger starteten damals eine Unterschriftenaktion, damit sich die Geschäfte im Hanse-Center ansiedeln.

Zum Areal des Hanse-Centers gehört auch ein Parkplatz mit etwa 400 Stellplätzen. Für dieses Areal sind mehrere Flurstücke aufgeführt, der Verkehrswert beläuft sich auf etwa vier Millionen Euro. Zwangsversteigert werden zudem die Handels- und Dienstleistungsflächen beim Hanse-Center, auf denen unter anderem eine Tankstelle mit Waschanlage und ein Werkstatt- und Lagergebäude steht. Der Verkehrswert beläuft sich hierfür auf etwa eine Million Euro.

Interessenten sollten vor Beginn der Zwangsversteigerung Zeit für die coronabedingte Kontakterfassung einplanen.

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