Hand in Hand mit den Denkmalschützern

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Das passiert Annette Roch nicht alle Tage. Sie erhielt vom Kirchenrats-Vorsitzenden Siegfried Genz eine Ehrenurkunde und eine Flasche Sekt als Dankeschön. Selbiges gab´s auch für den Hallenser Denkmalpfleger Torsten Arnold und den Baupfleger des Kirchenverwaltungsamtes, Rainer Wellkisch.

KALBE. Das passiert Annette Roch auch nicht alle Tage: Die Mitarbeiterin der Unteren Denkmalschutz-Behörde erhielt gestern ein Dankeschön für ihre Arbeit. In Form einer Ehrenurkunde und einer Flasche Sekt. Selbiges gab´s auch für den ebenfalls anwesenden Baupfleger des kirchlichen Verwaltungsamtes, Rainer Wellkisch, sowie für Torsten Arnold, den zuständigen Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie in Halle. Die drei Herrschaften hatten kürzlich sehr schnell und unbürokratisch reagiert, als es um ein Anliegen der Kirchgemeinde Kalbe gegangen war. Von Conny Kaiser

Erst dachte Annette Roch, sie hätte sich verhört. Aber dann schritt Siegfried Genz, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates in Kalbe, wirklich zur Tat und verlas eine an die Denkmalschützerin adressierte Ehrenurkunde.

Roch hatte schnell und unbürokratisch weitergeholfen, als es kürzlich um die notwendigen Malerarbeiten in der Kalbenser Kirche gegangen war. Ursprünglich, so berichtet Pfarrer Christoph Neumann, hatte es nämlich vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie die Auflage gegeben, mehrere Musterflächen für die künftige Farbgebung anzulegen. Erst auf dieser Grundlage sollte die Entscheidung fallen, wie denn das Kircheninnere künftig auszusehen hat. „Wir fanden dieses Verfahren damals sehr schwierig“, so Neumann, der gemeinsam mit dem Gemeindekirchenrat einen Antrag auf Erneuerung des Farbanstriches gestellt hatte. Nun jedoch wurde – dem Hinweis von Annette Roch sei Dank – eine Reparaturmaßnahme daraus. Und innerhalb eines einzigen Tages, so Neumann, habe die mündliche Genehmigung dafür vorgelegen. Dies alles habe so gut funktioniert, weil Annette Roch, Rainer Wellkisch, Baupfleger des kirchlichen Verwaltungsamtes, und Torsten Arnold, zuständiger Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, Hand in Hand gearbeitet hätten – zugunsten der Kirchgemeinde Kalbe. Und die bedankte sich nun gestern in Form besagter Ehrenurkunden und Sektflaschen.

Eigentlich war die Kalbenser Kirche ja erst kurz nach der Jahrtausendwende neu gemalert worden. Dann hatte sich eine aufwändige Schwammsanierung erforderlich gemacht, die eine an einigen Stellen großflächige Neuverputzung nach sich gezogen hatte. Die wiederum hatte unschöne, graue Flecken an der Decke und an den Wänden ergeben.

Doch die sollen nun bald der Vergangenheit angehören. Denn nach nochmaliger Rücksprache mit Annette Roch und Rainer Wellkisch konnten die Mitarbeiter einer Kalbenser Malerfirma gestern Vormittag offiziell mit ihrer Arbeit beginnen. Zuvor waren noch einmal die genauen Farbtöne und die Zusammensetzung des verwendeten Materials besprochen worden. Das meterhohe Gerüst für die Maßnahme war bereits in der vergangenen Woche aufgebaut worden (wir berichteten).

Dadurch, dass es sich nun nicht um eine Erneuerung, sondern um eine Reparatur handele, sei die Investitionssumme, so Pfarrer Neumann, von vorher 15 000 Euro auf rund 7500 Euro geschrumpft. Dennoch sei die Gemeinde auf die Unterstützung des Kirchenkreises, der Sparkasse und privater Spender angewiesen. Doch Neumann ist sich sicher, dass es gelingen wird, das Geld zusammenzutragen. Und er ist froh über die kons-truktiven Gespräche mit den Denkmalschützern. So kann er im Herbst, wenn er in den Ruhestand geht, eine rundum sanierte Kirche an seinen Nachfolger übergeben.

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