Hähnchenmast: Keine Erweiterung

Im vergangenen Herbst stellten sich die Investoren aus Niedersachsen, die bei Schenkenhorst acht Hähnchenställe bauen wollten, noch in Gardelegen vor. Erweiterungspläne gibt es nun aber nicht mehr.

Schenkenhorst. In der Gemarkung Schenkenhorst wird es nach jetzigem Stand keine Erweiterung der bisherigen Biogasanlage und Hähnchenställe geben. Das bestätigt Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends auf Anfrage der Altmark-Zeitung. Der Investor aus dem Emsland in Niedersachsen habe der Stadt „mündlich mitgeteilt“, auf eine solche Erweiterung zu verzichten, erklärte Behrends. Hauptgrund ist der massive Widerstand gegen die im vergangenen Jahr noch geplante Anlage mit 320 000 Hühnern und eine obendrein zu erwartende ablehnende Haltung im Gardelegener Stadtrat.

In diesem Stadtrat – es war die alte Besetzung vor der Vergrößerung des Stadtgebildes – hatten sich die Investoren im vergangenen Herbst noch vorgestellt und ihre Ausbaupläne ausführlich erläutert. Eben jener Stadtrat wollte aber erst das Votum des Schenkenhorster Ortschaftsrates hören, um sich gegebenenfalls daran zu orientieren. Und dieses Votum kam Ende November 2010: Mit klarer Mehrheit lehnten die Kommunalpolitiker vor Ort eine Erweiterung der Anlage ab. Zuvor hatten sie den Bau einer Biogasanlage und zweier Hähnchen-ställe zugestimmt. Doch der Investor teilte den Schenkenhorstern kurz nach diesem Okay die Erweiterugspläne mit. Was manche im Ortschaftsrat als „Dummenfang“ bezeicheteten und diese Pläne ablehnten.

Seitdem, so Engelhard Behrends, habe man nichts mehr von den Investoren gehört, was auf einen Erweiterungsbau schließen würde. Im Gegenteil: Eine fest zugesagte Informationsveranstaltung für die betroffenen Einwohner wurde Anfang des Jahres kurzfristig abgesagt.

Kritikpunkte an den Hähnchenstallplänen richteten sich vor allem an den zunehmenden Lkw-Verkehr. Die ländlichen Wege rund um Schenkenhorst, so kritisierte unter anderem Hemstedts Ortsbürgermeister Günter Hoop, würden kaputt gefahren. Bei acht geplanten Ställen sowie zwei Biogasanlagen würde das Verkehrsaufkommen ungleich höher werden, so die Befürchtung vieler Gegner.

Die Ortsverbindungsstraße von Schenkenhorst in Richtung Klein Engersen sei zuletzt aber vom Investor, wie versprochen, repariert worden. „Da haben die Herrschaften Wort gehalten“, betont Engelhard Behrends.

Von Stefan Schmidt

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