CDU-Fraktion will mehrere Standorte in den Dörfern / Fuchs kontert: „Das ist Quatsch“

Grünpflege: Alles bleibt zentral

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Grünflächen wie hier am Wall in Gardelegen werden an Firmen vergeben. Vor allem in den Dörfern sind aber die städtischen Grünflächenmitarbeiter dafür zuständig.

Gardelegen. Die Idee kommt aus den Reihen der CDU-Fraktion. Stadtratsmitglied Klaus Fehse sprach das Thema im jüngsten Bauausschuss an. Nämlich die Zentralisierung der Grünflächenarbeit im Gardelegener Stadtgebiet.

„Wir sind dafür“, sagte der ehemalige Bürgermeister der damals noch eigenständigen Gemeinde Berge, „dass es wieder Stützpunkte gibt. “ Dort solle das Material für die Grünflächenpflege gelagert werden, damit die Anfahrtswege zu den Flächen nicht zu lang und nicht zu viel Zeit verloren gehe.

„Quatsch“, das ist die kurze und knappe Antwort von Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs auf diese Idee. Er stellt klar: „Es wird keine Änderung der bisherigen Praxis geben.“ Sie habe sich „bewährt.“

Konkret bedeutet dies: Auf dem Areal der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Südliche Altmark am Hopfentunnel in Gardelegen werden die Geräte für die Grünflächenpflege untergestellt. Morgens treffen sich die Mitarbeiter dort, dann wird entschieden, wer wo was macht und wer dafür welches Gerät benötigt. Vor mehr als drei Jahren, als die Umland-Gemeinden zur Stadt eingemeindet wurden, stand quasi in jedem Dorf ein Rasenmäher. „Wir hatten damals so um die 40 Stück“, erinnert sich Fuchs. Diese Zersplitterung sei „uneffektiv“ gewesen. Man sei auch nicht variabel gewesen. Mit der zentralen Lagerung könne man nun beispielsweise mehrere Rasenmäher an einen Ort bringen, um dort geballt vorzugehen, was vorher so nicht möglich wr. „Außerdem haben wir jetzt alles besser unter Kontrolle und behalten den Überblick“, merkt Fuchs zudem an. Er verweist darauf, dass es „seit geraumer Zeit praktisch keine Klagen der Ortsbürgermeister mehr gibt“, was die Pflege der kommunalen Flächen angehe. „Das hat sich längst eingespielt.“

Eine Dezentralisierung sei deshalb „überhaupt kein Thema“, betont Fuchs.

Von Stefan Schmidt

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