+++ Update, 13.30 Uhr +++ 274 Aktive der Feuerwehren bis heute Mittag im Einsatz

Großbrand bei Kunststoff-Firma in Gardelegen: Es flammt immer wieder auf

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Von allen Seiten versuchen die Kameraden der Feuerwehr den Flammen Herr zu werden.
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  • Hanna Koerdt
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  • Stefan Schmidt
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sts / koe / ds Großbrand im Gewerbegebiet Ost in Gardelegen. Eine riesige Rauchwolke steigt auf, Flammen breiten sich immer weiter aus. Auf dem Gelände der Firma Frapa-Plast brennt auch die Nacht hindurch lichterloh. Feuerwehren dem kompletten Altmarkkreis sind im Einsatz.

+++AKTUALISIEREN+++

(Update, 13.30 Uhr - 25.05.2017)

Die Bilanz des Einsatzes seit gestern Abend: 274 Feuerwehrleute sind seit Brandausbruch vor Ort und wechseln sich in Schichten ab. Das Feuer glimmt immer noch weiter auf. Vor Ort sind fast alle Wehren aus dem Gardelegener Stadtgebiet, dazu die Freiwilligen Feuerwehren aus Kalbe und Klötze. In der Brandnacht stieß ab 1.20 Uhr der 1. Bereitschaftszug aus der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf zur Nachtwache hinzu. 

Positiv ist zu vermerken, dass der Brand nicht auf angrenzende Lagerhallen, Dieseltanks, ein Holzpellet-Silo und ein Heizhaus übergriff. Ein Löschen des Hauptbrandherdes war fast unmöglich, die Verhinderung des Übergreifens hatte für die Wehrleute absolute Priorität. 

Daneben kamen gestern Abend und am heutigen Herrentag Hunderte Schaulustige an die Einsatzstelle.

Großbrand in Gardelegen: Der Morgen danach

Großbrand in Gardelegen: Der Morgen danach

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(Update, 9 Uhr - 25.05.2017)

Feuerwehren aus dem gesamten Altmarkkreis waren und sind bis jetzt im Einsatz in Gardelegen. Wie die Polizeidirektion (PD) Nord auf ihrem Twitter-Account mitteilte, ist der Einsatz für die Kameraden noch nicht beendet.

Entgegen einer anderslautenden Erstmeldung, hat es bisher keinen Verletzten gegeben. Dies bestätigte die PD Nord noch in der Nacht.

Dieses Video zeigt nur als Bruchteil den schweren Einsatz der Aktiven der Feuerwehr am Abend und die Nacht hindurch:

Video

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(Update, 23 Uhr - 24.05.2017)

Soeben erreichen uns aktuelle Infos der Polizei. 

Demnach ging die erste Meldung über den Brand auf dem Gelände der Firma Frapa-Plast um 18.48 Uhr bei der Feuerwehr ein. Nach ersten Erkenntnissen gerieten auf dem Firmengelände Kunststoffteile in Brand. Die Flammen drohten anschließend zeitweise auf eine angrenzende Halle überzugreifen. 

Das Material auf dem Gelände soll bis in die Nacht kontrolliert herunterbrennen, erklärt die Polizei.

"Durch den schnellen Einsatz der 19 Wehren aus Gardelegen und den umliegenden Gemeinden (30 Fahrzeuge und 120 Kameraden), darunter auch die Feuerwehr des Gefechtsübungszentrum Letzlingen (keine Bundeswehrangehörige) konnte dies verhindert werden", heißt es in der Mitteilung der Polizei weiter. Damit sei auch eine mögliche Gefährdung der auf dem Firmengelände stehenden Dieseltanks ausgeschlossen worden. 

Nach aktuellem Stand hat die Feuerwehr den Brand nun unter Kontrolle. "Aufgrund der größeren Mengen an brennendem Material, zum Teil lose bzw. in Gitterboxen gelagert, wird sich ein kontrolliertes Abbrennen noch über einen Zeitraum von mehreren Stunden hinziehen", so der Polizeibericht. 

Nach erster Übersicht hat es eine leichtverletzte Person gegeben. Ermittlungen zur Brandursache seien aufgrund der enormen Hitze am Brandort aktuell noch nicht möglich.

(Update, 22.45 Uhr)

Am späten Mittwochabend kämpfen die Feuerwehrleute weiter gegen den Großbrand.

Es wird eine lange Nacht für die Aktiven der Feuerwehren in Gardelegen. Sie kämpfen derzeit weiter gegen den Großbrand auf dem Gelände der Firma Frapa-Plast. Immer noch schlagen Flammen in den Nachthimmel. 

(Update, 21.54 Uhr)

Ein flammendes Inferno.

koe Gardelegen. Gemeldet wurde eine Rauchentwicklung auf dem Firmengelände des kunststoffverarbeitenden Betriebes Frapa-Plast im Gardelegener Gewerbegebiet Ost. Doch was sich daraus entwickelte, das hatten sogar gestandene Brandschützer noch nicht erlebt - wie einige von ihnen selbst zueinander sagten, als sie versuchten, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. 

Die riesige Rauchwolke aus der Nähe.

Dieser breitete sich allerdings im Laufe des Abends immer heftiger aus und das Feuer verschluckte immer mehr der auf dem Gelände gelagerten Kunststoff-Paletten. Als die Dimensionen dieses Brandes klarer wurden, rückten auch immer mehr Gardelegener Ortsfeuerwehren, ob nun aus Wannefeld oder sogar aus Mieste an. Nach derzeitigem Stand sind insgesamt 25 Feuerwehren mit hunderten Kameraden im Einsatz. Auf der Zufahrtsstraße zum Firmengelände reihte sich Feuerwehrwagen an Feuerwehrwagen. Die Einsatzwagen brachten auch Container mit Brandlöschern. Die Einsatzkräfte, denen der Schweiß in Strömen vom Gesicht lief, versuchten von allen Seiten die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Allerdings breitete sich der Brand immer mehr in Richtung Eingangsbereich und Straße aus. Nach ersten Angaben der Polizei wurde eine Person, ein Mitarbeiter der Firma, leicht verletzt.

Gardelegen: Der schwere Kampf gegen die Flammen

Gardelegen: Der schwere Kampf gegen die Flammen

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(Erstmeldung)

Das Firmengelände des Herstellers von Kunststoffprodukten liegt an der Stendaler Chaussee. Gegen 18.40 Uhr rückten die ersten Aktiven der Feuerwehren aus. Die Rauchwolke war nach Augenzeugenberichten gut 35 Kilometer weit zu sehen. 

Dieser Facebook-Post soll die Rauchwolke sogar aus einem Flugzeug über Magdeburg zeigen.

Wir berichten weiter.

Flammendes Inferno bei Gardelegen

Flammendes Inferno bei Gardelegen
Ein riesige Rauchsäule - fotografiert von AZ-Leserin Jessica Werning - steigt über dem Gewerbegebiet Ost in Gardelegen auf.

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Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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