Gedenkstättenleiter lobt Zusammenarbeit mit der Stadt

„Die größtmögliche Unterstützung“

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Andreas Froese-Karow (rechts), der Leiter der Gedenkstätte, lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt, hier Stadtratsvorsitzender Kai-Michael Neubüser und Bürgermeisterin Mandy Zepig.

Gardelegen. Er pendelt zwischen der Landeshauptstadt und Gardelegen. Andreas Froese-Karow, der Leiter der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe, ist bei der Landes-Gedenkstättenstiftung angestellt.

Und koordiniert die vorbereitenden Arbeiten zum Bau des neuen Besucher- und Dokumentationszentrums, das im Eingangsbereich der Gedenkstätte für mehr als drei Millionen Euro entstehen soll. Da ist eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt, der das Gelände gehört und die auch für die Pflege verantwortlich ist, wichtig. Und so hat Froese-Karow im Haus II der Gardelegener Stadtverwaltung einen eigenen Schreibtisch, an dem er sitzt, wenn er denn vor Ort in Gardelegen ist.

Bei der Vorbereitung der Millionen-Investition, so betont Froese-Karow, sei er auf die Mithilfe der Stadt angewiesen. „Und das klappt sehr gut“, wie er betont. Ansprechpartner sind für ihn der Mitarbeiter auf der Gedenkstätte, der für die Pflege verantwortlich zeichnet und auch Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig. „Ich bekomme jederzeit die größtmögliche Unterstützung“, sagt der Gedenkstättenleiter. „Gardelegen und die Menschen hier vor Ort wissen um die Bedeutung der Ereignisse vom 13. April 1945“, als 1016 KZ-Häftlinge in der Feldscheune ums Leben kamen. Man sei sich der historischen Verantwortung in und um Gardelegen sehr wohl bewusst, hat Froese-Karow festgestellt. Dies sei nicht überall in Deutschland so.

In Dachau bei München beispielsweise, wo es ein KZ gegeben hatte, waren die Stadtväter nach dem Zweiten Weltkrieg eher defensiv eingestellt, was die Erinnerung an das KZ anging, und wenig kooperativ. Erst allmählich und im Laufe mehrerer Jahrzehnte entstand dort das Bewusstsein, sich der historischen Verantwortung auch wirklich zu stellen.

Von Stefan Schmidt

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