Im Gerätehaus gefeiert

Grisus feiern Geburtstag: Jeseritzer Kinderfeuerwehr wurde vor zehn Jahren gegründet

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Seit zehn Jahren gibt es die Jeseritzer Kinderfeuerwehr. Zum Geburtstag gab es für die Mädchen und Jungen neue T-Shirts und Trinkflaschen.

Jeseritz – „10 Jahre Jeseritzer Grisus“ stand auf der bunt verzierten Schokoladentorte, die Anja Baumann gemeinsam mit Diana Tendler und Emily Hüls am Sonnabend anschnitt.

Die Beiden waren die ersten Mitglieder, als am 19. Dezember 2009 die Jeseritzer Kinderfeuerwehr gegründet wurde. Der zehnte Kinderfeuerwehr-Geburtstag wurde am Sonnabend im Gerätehaus gefeiert.

Anja Baumann (Mitte) schnitt mit Emily Hüls (links) und Diana Tendler die Schokoladentorte an.

Bevor es den Geburtstagskuchen gab, erzählte Anja Baumann, wie vor zehn Jahren alles begann. Damals sah „es ziemlich mau aus in der Jugendfeuerwehr“. Nur drei Jugendliche waren Mitglied. Also sollte eine Kinderfeuerwehr entstehen. In Dannefeld gab es bereits eine, in den anderen Ortschaften entstanden auch nach und nach Kinderfeuerwehren. Der Jeseritzer Ortswehrleiter Olaf Wendorff habe Anja Baumann dann für einen Lehrgang angemeldet. „Da habe ich noch gar nicht damit gerechnet, wie viel Aufwand es ist, eine Kinderfeuerwehr zu gründen“. Als es dann so weit war, standen im Gerätehaus zwei Kinder, Diana Tendler und Emily Hüls. „Und da war sie da, unsere Kinderfeuerwehr“, so die Leiterin der Kinderfeuerwehr weiter. Beim ersten Dienst waren 15 Kinder dabei, erinnert sie sich. Unterstützt wurde Anja Baumann von ihrer Mama Doris Wendorff. Michael Bolze nahm auch an einem Lehrgang teil und wurde Betreuer der Jeseritzer Grisus. „Und dann standen auch schon die ersten großen Sachen an“, so die Kinderfeuerwehrwartin des Gardelegener Kreisfeuerwehrverbandes. Der erste Orientierungsmarsch fand in Jeseritz statt. Viermal waren die Grisus bereits im Zeltlager. Besucht wurden der Heidepark Soltau, der Ersepark, der Serengeti Park und Belantis. Früher wurde öfters im Gerätehaus übernachtet, dabei sogar ein Geburtstag gefeiert. Es wird an vielen Orientierungsmärschen teilgenommen. Es gab Nachtwanderungen, jedes Jahr eine Halloween-Feier, der Weihnachtsmarkt wurde mit der Jugendfeuerwehr organisiert. Nächstes Jahr findet stattdessen eine Winter-Quiz-Wanderung statt. Am 1. Februar treffen sich die Feuerwehrmitglieder, auch aus den umliegenden Ortschaften, am Gerätehaus. Die Teilnehmer können sich auf lustige Spiele freuen.

„Wir wären aber nie so weit gekommen, ohne die Unterstützung aus der eigenen Wehr“, bedankte sich Anja Baumann. Sie dankte auch den Betreuern Ann-Marie John, Anika Wendorff, Oliver Lübke, Christian Wendorff und Michael Bolze sowie den Jugendfeuerwehrwarten Ralf Fuhlbrügge und Sven Schulze, dem Kreisfeuerwehrverband, Sponsoren, wie dem Förderverein der Potzehner Wehr für Kapuzenjacken, und den Eltern, die im Zeltlager zum Beispiel das Frühstück vorbereiten. „Und lieben Dank an euch Kinder und an diejenigen, die den Weg in die Jugendfeuerwehr finden und dann in den aktiven Dienst gehen“. Bei den Jeseritzer Grisus sind durchgängig immer um die 15 Mitglieder. Viele Kinder gehen anschließend in die Jugendfeuerwehr. Die ersten Mitglieder, die vor zehn Jahren in die Kinderfeuerwehr gingen, sind jetzt schon im aktiven Dienst, freute sich Anja Baumann, wie Lukas Hüls. Lukas Schulze, auch ein ehemaliger Grisu, lässt sich zum Betreuer ausbilden, ebenso Diana Tendler.

Zum Geburtstag gab es auch Glückwünsche. Ortswehrleiter Olaf Wendorff hofft, dass viele Kinder in den aktiven Dienst gehen. Er dankte den Eltern, dass „ihr eure Kinder in die Feuerwehr schickt“. Nachdem es schon neue T-Shirts gab, die sich die Kinder gleich anzogen, gab es von der Jeseritzer Wehr Trinkflaschen für die Grisus. Ingo Kaufholz vom Gardelegener Kreisfeuerwehrverband überreichte eine Urkunde und 150 Euro sowie ein Frühstücksbrett, auf dem Grisu und das Jeseritzer Feuerwehrwappen eingraviert waren. Auch er sprach Glückwünsche zum zehnten Geburtstag aus. Neben Lob für die Leiterin und ihr Team, lobte Ingo Kaufholz auch die Jeseritzer Feuerwehr. Diese sei eine von den Feuerwehren, „wo es stimmig ist“, sagte er. Es werde bei den Kindern gute Arbeit geleistet. Für die Mädchen und Jungen gab es dann noch eine Überraschung von ihren Betreuern. Sie fuhren noch ins Kino und schauten sich die „Eiskönigin 2“ an.

VON INA TSCHAKYROW

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