Gardelegener zog es ans Wasser: Freibäder der Region am Sonnabend sehr gut besucht

38 Grad? Da bleibt nur eins zu tun

+
Auf der Rutsche des Gardelegener Erlebnisbades herrschte viel Andrang.

Gardelegen/Potzehne. Der Schweiß lief am Sonnabend wohl jedem Gardelegener über die Stirn. Das Hochdruckgebiet „Annelie“ holte heiße Luftmassen aus Nordafrika nach Europa: 38 Grad zeigte das Thermometer am Kassenhäuschen des Gardelegener Erlebnisbades an.

„Eis essen geht ja noch nicht mal, weil es doch gleich schmilzt“, sagt Steven Köhn, der mit seinen Kindern ins Freibad gekommen ist. Sein Sohnemann, der zweijährige Maurice Liam, scheint das genauso zu sehen, und flitzt mit strahlendem Gesicht durch die kalte Dusche des Fußbeckens, das zum Schwimmbecken führt. Auch die Gardelegener Gymnasiasten Julius Winkler, Fabian Neubüser, Lisa Horstmann, Katja Eckhardt, Ann Christin Hintze und Bithja Theusner sehen bei einem solchen Wetter keine Alternative – höchstens eine Party in einem Keller, wie Katja meint – als das kühle Nass und ein schattiges Plätzchen auf der Freibadwiese, auf dem man es sich mit Freunden gemütlich macht.

Julius Winkler (v.l.), Fabian Neubüser, Lisa Horstmann, Katja Eckhardt, Ann Christin Hintze und Bithja Theusner genossen den heißen Sonnabend gemeinsam im Freibad.

Bis 14.30 Uhr waren es bereits 1000 Besucher, die am Sonnabend ab 10 Uhr ins Erlebnisbad in Gardelegen kamen. Günter Ritzmann, Leiter der Badeanstalt, schätzt, dass nach seiner Erfahrung etwa noch 500 Leute das Bad bis zum Abend besuchen werden. Schon in den vergangenen Tagen besuchten zwischen 700 und 800 Menschen täglich das Gardelegener Freibad. Und bei den sonnigen Vorhersagen für die kommende Woche wird der Besucherstrom wohl nicht abreißen.

Dafür, dass im Mai und Juni so gut wie nichts los war, kommen jetzt umso mehr, so Günter Ritzmann. Natürlich freut man sich als Betreiber, aber eine „solche Menschenmasse“ sei auch eine Herausforderung für das gesamte Schwimmbadpersonal, vom Kioskverkäufer bis zur Badeaufsicht. Otto Metz und Steven Laß sind deshalb um so aufmerksamer, als sie am Beckenrand stehen und auf die vielen badenden Gäste schauen: „In diesem Jahr verläuft bisher aber alles gut“, so Schwimmmeister Metz.

Julien Buthut (links) und Linas Meinecke feierten ihre 10. Geburtstage gemeinsam im Potzehner Freibad.

Auch im Potzehner Freibad tummeln sich am Sonnabend besonders viele Besucher. Kassiererin Karin Pott zählt bis 16 Uhr am Sonnabend knapp 400 Badegäste. Das freut sie sowie Ortsbürgermeister Harald Rolletschek, der neben ihr unter einem Sonnenschirm Platz genommen hat, – schließlich gebe es ohne Besucher auch kein Freibad. In Potzehne ist das Wasser mit 23 Grad etwas kühler als das in Gardelegen mit 26 Grad. Bei den Lufttemperaturen ist beides eine Erfrischung, drei Grad hin oder her. Er werde auch noch ins Wasser gehen, so Harald Rolletschek. Karin Pott will ebenfalls noch baden, „aber so ab 21 Uhr, da habe ich das Becken für mich alleine.“

Am Abend haben die Freibäder der Region zwar geschlossen, aber die Gardelegener wissen, wie man einen Sommertag ausklingen lässt: Chillen und grillen ist bei den meisten angesagt.

Von Hanna Koerdt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare