Gebühren für Friedhofsnutzung steigen deutlich / Stadtrat entscheidet am 3. Dezember

Grabstätten in Gardelegen werden teurer

+
Die Gebühren für die Nutzungsrechte an Grabstätten in der Einheitsgemeinde steigen ab dem neuen Jahr. Auch die Kosten für bereits bestehende Ruhestätten erhöhen sich.

Gardelegen. Die Friedhofsgebühren sowie die Gebühren für die Nutzung der Trauenhallen in der Einheitsgemeinde wurden nicht nur bereits in einigen Ortschaftsräten thematisiert, sondern demnächst auch in den Fachausschüssen und dem Stadtrat.

Denn die bisher geltenden Gebührentarife wurden entsprechend des Kommunalverfassungsgesetzes für 2016 bis 2018 kalkuliert. Deswegen ist nun eine erneute Kalkulation erforderlich, die ab 2019 für drei Jahre gilt. Diese zieht auch eine Änderung der Friedhofsgebührensatzung nach sich, wie es in der Beschlussvorlage heißt.

Damit werden die Kosten für den Erwerb von Nutzungsrechten an Grabstätten (siehe Info-Kasten) teilweise deutlich steigen. Teurer werden ab Januar 2019 Erdgrabstätten, wie beispielsweise ein Erdreihengrab. Dafür müssen dann etwa 587 Euro und damit 39 Euro mehr als zuvor gezahlt werden. Gestiegen sind auch die Gebühren für Urnengrabstätten. Für ein Urnenwahlgrab für bis zu zwei Urnen um 49 Euro, nämlich von etwa 544 auf 593 Euro. Die Beträge werden auch für Sondergrabstätten teurer. Dazu zählen anonyme und teilanonyme Erd- sowie Urnengemeinschaftsanlagen und Rasengräber. Deren Kosten belaufen sich dann beispielsweise bei einem Rasenerdgrab mit Platte auf etwa 1689 statt 1242 Euro.

Auch die jährlichen Friedhofsunterhaltungsgebühren für bereits bestehende Grabstätten erhöhen sich. So sind ab dem neuen Jahr für ein Erdreihengrab etwa 20 Euro, für ein Kindergrab 21 Euro, für ein- bis fünfstellige Erdwahlgräber bis zu 116 Euro sowie für Urnenwahlgräber für zwei Urnen 31 Euro beziehungsweise für vier Urnen 61 Euro fällig.

Was aber gleich bleibt, sind die Gebühren für die Nutzung der Trauenhallen, welche erneut nach Größe und Ausstattung in vier Kategorien unterteilt sind und die 60, 80, 100 oder 120 Euro betragen. Allerdings sind die tatsächlichen Kosten für die Trauerhallen deutlich gestiegen, denn die neu berechneten Kosten belaufen sich nun beispielsweise für die Gardelegener Trauerhalle auf etwa 585 statt 202 Euro oder für die Roxförder etwa 1687 statt 887 Euro.

Ermittelt wurden die Kosten der neuen Friedhofsgebührensatzung durch die Erträge und Aufwendungen aus den Jahren 2015 bis 2017 sowie den Planansätzen für 2018.

Von Ina Tschakyrow

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare