Erster Spatenstich im September / Schnelles Internet noch 2020

Glasfaserausbau startet in Gardelegen

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Detlef Gieselmann (links) und Andreas Forke verkündeten gestern Nachmittag mit Bürgermeisterin Mandy Schumacher den Beginn des Glasfaserausbaus in Gardelegen.

Gardelegen – Der Glasfaserausbau der Avacon für schnelles Internet in Gardelegen beginnt in diesem Jahr. Im September soll der erste Spatenstich in der Stadt erfolgen, informiert Detlef Gieselmann, Geschäftsführer der Avacon Connect, „dann rollen auch die Bagger an“.

Die Bauzeit wird etwa ein Jahr dauern, erste Kunden können aber voraussichtlich noch dieses Jahr mit Gigabit-Geschwindigkeiten im Internet surfen, informiert Detlef Gieselmann weiter.

Im vergangenen Sommer startete die Vermarktung. „Die Resonanz war gut, aber nicht gut genug“. So musste erneut geworben werden, sodass die benötigte Prozentzahl für den Ausbau erreicht wurde. In der Stadt haben sich über 1500 Gardelegener für den Glasfaseranschluss entschieden. Darunter sind nicht nur Privatleute, sondern auch Gewerbetreibende. Zukünftig sollen sich noch mehr Einwohner für einen solchen Anschluss entscheiden, denn die Glasfaser bis ins Haus biete die in Zukunft benötigte Internet-Geschwindigkeit, so Detlef Gieselmann. Die Internet-Nutzung steige zudem, er nannte als Beispiel die Streaming-Dienste, über die immer mehr geschaut wird.

Für den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes in Gardelegen werden in der Stadt 80 Kilometer Glasfaser verlegt. Die Glasfaser sind zu Kabeln gebündelt, ein Kabel wird für jedes Haus in den Straßen verwendet. Auch wenn nicht jeder Bewohner der Straße sich für einen Glasfaseranschluss entschieden hat, werden dennoch ausreichend Kabel verlegt. So können sich die Bewohner auch noch später einen Glasfaseranschluss ins Haus legen lassen. Diejenigen, die sich in der Vorvermarktungsphase für den Anschluss entschieden haben, mussten für diesen nichts zahlen. Wer sich in der Bauphase für einen Anschluss entscheidet, zahlt hingegen. Es gebe laut des Geschäftsführers Angebote. Detlef Gieselmann erklärt, dass für diesen in Klötze, wo bereits gebaut wird, 499 Euro gezahlt werden müssen. Nach der Bauphase ist ein Anschluss auch noch möglich, effizienter ist es, auch in Hinblick auf die Erdarbeiten, diesen noch in der Bauphase zu verlegen. Gelegt werden die Glasfaserkabel im Gehwegbereich, in einer Tiefe von mindestens 80 Zentimetern.

Ausgebaut wird allerdings nur in Gardelegen. Andere Ortsteile werden durch den Zweckverband Breitband Altmark ausgebaut. „Es ist aber dieselbe Technologie“, versichert Detlef Gieselmann. Das Glasfasernetz wird für Dritte geöffnet, so der Geschäftsführer weiter. „Wir bauen sozusagen die Straße und diese kann auch von anderen, nicht nur unseren Autos genutzt werden“, erklärt er. Insgesamt werden in Gardelegen zehn Millionen Euro für den Glasfaserausbau investiert.

VON INA TSCHAKYROW

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