Finaler Termin für den Imagefilm zur Schulsozialarbeit an der Sekundarschule Mieste

Ein Gewinn für die Schule

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Levin Heidmann, Charlotte Müller, Nele Drebenstedt, Jan-Ole Brune, Sophie Daverhuth, Benjamin Linde, Johann Claus und Joy Konieczny aus den siebenten Klassen der Miester Sekundarschule (sitzend, von links) haben gemeinsam mit ihrer Schulsozialarbeiterin Marie Spössel (hinten links) und mit Unterstützung von Andreas Leitel vom Offenen Kanal und Annemarie Schmidt von der Netzwerkstelle Schulerfolg einen Imagefilm gedreht.

Mieste. 13 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule „Am Drömling“ in Mieste haben einen Imagefilm zum Thema „Schulsozialarbeit“ gedreht.

Ausgeschrieben wurde das Projekt, das im Februar 2017 an den Start ging, von der Netzwerkstelle „Schulerfolg“ und vom Offenen Kanal Salzwedel für alle Sekundar-, Berufs- und Förderschulen des Altmarkkreises. Am Dienstag fand nun der finale Termin statt. Nun wird das gesamte Material für den Imagefilm zusammengestellt. Die Premiere des Filmes, der darauf aufmerksam machen soll, dass 2020 die Finanzierung der Schulsozialarbeit über die Mittel des Europäischen Sozialfonds endet, wird am 26. Mai in Salzwedel mit vielen geladenen Gästen erfolgen.

„Die Miester hatten sich für das Projekt beworben und einen Handyfilm eingeschickt, so ganz professionell mit Schnitt und Drehbuch. Das überzeugte die Jury“, erzählte Annemarie Schmidt von der Netzwerkstelle. Im Frühjahr 2017 ging das Medienprojekt dann an den Start. Es folgten Schnitt-, Kamera- und Mikrofon-Workshops. Mit dem Handy wurden Szenen aus dem Schulalltag, Gespräche und sogar ein Tagesausflug nach Berlin mit der Schulsozialarbeiterin Marie Sprössel aufgezeichnet. „Die Jugendlichen haben ein Drehbuch entwickelt, bei dem das große Thema Mobbing war. In nachgestellten Szenen wurden Schüler in der Klasse öffentlich benannt. Dann hatten wir uns überlegt, wie und ob die Schüler verstehen können, was da gerade mit den anderen passiert ist“, erklärte Marie Sprössel. Das Thema aufzugreifen, ist aktueller denn je. „Keine Schule ist davor gefeit. Wenn bei uns allerdings Mobbingattacken erkennbar sind, greifen wir sofort ein und klären die Situation, bevor sich das Problem vertieft. Aus diesem Grund ist auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schülern, Lehrern, Eltern, Heimerziehern und Schulsozialarbeiterin sehr wichtig. Nur so kann meine Arbeit zum Erfolg führen“, ist sich Sprössel sicher.

Am Dienstag fanden nun die letzten Gespräche statt. Die Schüler berichteten von vielen Begegnungen mit Marie Sprössel, wo ihnen die Schulsozialarbeiterin als Freundin und Vertrauensperson beratend, tröstend, hilfreich und auch kritisch zur Seite stand. Mit der Quintessenz und einer nachhaltigen Forderung: Marie muss bleiben. Sie ist ein Gewinn für die Schule.

„Wir möchten einfach zeigen, wie wertvoll Schulsozialarbeit für die Kinder und Jugendlichen ist“, sagte Annemarie Schmidt. Das Filmprojekt hat aber vielleicht auch einen positiven Nebeneffekt. „Für die Jugendlichen im ländlichen Raum an so eine Mediengeschichte zu gelangen, ist schon etwas Besonderes. Dem ein oder anderen dient sie vielleicht sogar als berufliche Orientierung“, könnte sich Schmidt vorstellen.

Von Renate Heinze

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